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Der Bauhäusler Hans Martin Fricke

Der Bauhäusler Hans Martin Fricke - Möbeldesign, Architektur, freie Kunst

Hans Martin Fricke (Oldenburg 1906–1994 Oldenburg) studierte von 1922 bis 1925 am Staatlichen Bauhaus in Weimar, das er mit dem Gesellenbrief als Tischler abschloss. Er gehörte mit 16 Jahren zu den jüngsten Studierenden am Bauhaus und mit 18 Jahren zu dessen jüngsten Absolventen. Fricke nahm am berühmten Vorkurs von Johannes Itten und der bildnerischen Formlehre von Paul Klee teil, bevor er nach einer Probezeit offiziell in die Tischlereiwerkstatt aufgenommen wurde.

Die Teilnahme an der großen Bauhaus-Ausstellung 1923 wurde zu einem Schlüsselerlebnis für den jungen Hans Martin Fricke und beeinflusste ihn mit der Internationalen Architekturausstellung und der Errichtung des Musterhauses Am Horn bei seiner künftigen Berufswahl zum Architekten. Da eine reguläre Architektenausbildung auch am Bauhaus Dessau 1925 noch nicht durchgeführt werden konnte, entschloss sich Fricke zum Architekturstudium in Oldenburg und der Ausübung des Berufs in seiner Heimatstadt.

Zahlreiche Studienarbeiten aus der gestalterischen Grundlagenausbildung, Möbel und Möbelentwürfe, erste architektonische Skizzen sowie freie künstlerische Arbeiten haben sich im Nachlass in Familienbesitz erhalten und werden seit 1999 als Dauerleihgabe an der Klassik Stiftung Weimar mit seinem Bauhaus-Museum betreut. Dazu zählen auch zahlreiche Dokumente und Drucksachen des Bauhauses, vom Briefwechsel mit Walter Gropius bis hin zu den 20 Postkarten der Bauhausmeister und Studierenden zur Bauhausausstellung 1923.

Diese einmalige Kollektion mit mehr als 150 Exponaten wird nun erstmals in einer Ausstellung mit zugehörigem Katalog öffentlich vorgestellt.

Ausstellung

16. Dezember 2016 bis 12. März 2017
Schiller-Museum
Schillerstraße 12 | 99423 Weimar
Di–So 9.30–16 Uhr

Bildergalerie (5 Bilder)

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