Klassik Stiftung Weimar
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Goethe 2012

2012 ist kein Goethe-Jahr: Zwar jährt sich in diesem Jahr sein Todestag zum 180. Mal, zwar erschien vor zweihundert Jahren der zweite Teil von Dichtung und Wahrheit und ebenfalls vor zweihundert Jahren trafen sich Goethe und Beethoven zum ersten Mal. Aber das Gedenken dieser Ereignisse begründet nicht die Entscheidung der Klassik Stiftung Weimar, 2012 dennoch als Goethe-Jahr zu begreifen. Drei Höhepunkte bilden den Jahresschwerpunkt; sie alle thematisieren in jeweils spezifischer Weise die Frage, wie und mit welchem Erfolg die Epochen nach Goethe mit seinem Leben und Werk umgegangen sind – und umgehen. Das ist die Kernaufgabe der Klassik Stiftung Weimar.

Die Ausstellung »Weimarer Klassik. Kultur des Sinnlichen« beleuchtet die Weimarer Klassik ab dem 16. März jenseits ihrer literarisch-ideellen Dimensionen als eine spezifische Kultur des Sinnlichen, indem sie die drei Kulturpraktiken Wohnen, Sammeln und Schreiben in den Mittelpunkt rückt.

Nach zweijähriger Grundsanierung und Erweiterung wird das Goethe- und Schiller-Archiv im Juni wiedereröffnet. Mit der erfolgreichen Anpassung des Archivgebäudes an heutige Anforderungen wird das erste Projekt des Masterplans »Kosmos Weimar« abgeschlossen.

Die neue Goethe-Ausstellung »Lebensfluten – Tatensturm« heißt Besucher ab dem 28. August im Goethe-Nationalmuseum willkommen. Weit über sein literarisches Schaffen hinaus wird Goethe dort als Zeuge der einsetzenden Moderne präsentiert und sein faszinierendes Leben und Werk in zeitgenössischen Kontexten gezeigt.