Kulturvermittlung

Fachtagungen

Symposium: Ideen und deren Geschichte. Vermittlungsansätze in Museen und Erinnerungsstätten

17./18. November 2016, Goethe-Nationalmuseum Weimar


Das Symposium zielt darauf auszuloten, wie Ideen sich in und anhand materieller Hinterlassenschaften anschaulich vermitteln lassen. Gefragt werden soll nach spezifischen Zugängen, die die veränderliche Natur der Ideen und ihres kulturellen Kontextes an Sichtbarem verstehbar werden lassen: Welche Dinge eignen sich, um Ideen und ihre politische und kulturelle Wirkungskraft zu vermitteln? Mit welchen Methoden lassen sich die spezifischen Bezüge zwischen Ideen und Dingen darstellen? Wie kann die darin enthaltene Relevanz offengelegt werden?
Impulsvorträge werden einen theoretischen Rahmen abstecken, innerhalb dessen konkrete Beispiele aus der (musealen) Bildungspraxis reflektiert werden. Zentrales Element wird die intensive Arbeit der Teilnehmenden in Workshops sein. Dabei wird nach neuen methodischen Ansätzen der kulturellen Bildung im Schnittfeld von materieller Dingwelt und Ideengeschichte gefragt.
Das Symposium ist eine Kooperationsveranstaltung der Klassik Stiftung Weimar, der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen und der Weimar-Jena-Akademie.

 

 

Bild, Bildung, Einbildung. Visuelle Täuschung und Selbstermächtigung um 1800

Workshop für NachwuchswissenschaftlerInnen

Weimar, 23. und 24. September 2016


Die Klassik Stiftung Weimar veranstaltet einen interdisziplinären Workshop, der sich mit dem Emanzipations- und Machtpotenzial von visueller Ästhetik und Kunst nach 1750 auseinandersetzt. Der theoretisch wie praktisch ausgelegte Workshop dient der interdisziplinären Vernetzung und dem fachlichen Austausch insbesondere unter GermanistInnen, KunsthistorikerInnen und MedientheoretikerInnen. Er richtet sich an Master-Studierende und Promovierende.

Im ersten Teil erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, ein eigenes Thema vorzustellen, das danach fragt, inwiefern in der Literatur und Bildenden Kunst nach 1750 Verbindungen von Sehen, Macht und Wissen verhandelt werden.

Im zweiten Teil diskutieren die Teilnehmenden beispielhaft Statuen-Texte des 18. Jahrhunderts unter den Aspekten Visualität, Illusionierung und Selbstermächtigung. Die Statuen-Betrachtungen von Winckelmann, Lessing, Herder, Goethe und Wieland lassen sich als Schulen des Sehens begreifen, deren Methoden herausgearbeitet werden sollen.

Im dritten Teil werden die zuvor diskutierten Methoden am konkreten Objekt erprobt: Im Schlossmuseum Weimar werden vergleichende, tastende und multiperspektivische Statuen-Betrachtungen ausprobiert sowie Zusammenhänge von Material, Farbe, narrativen Elementen und einer emanzipierenden Kunstbetrachtung bestimmt: Führen die historischen Methoden zu einer ›anderen‹ Kunst- und Medienbetrachtung? Inwiefern beeinflussen Zusammenhänge von Sehen, Wissen und Macht Museumsbesuche und eine aktuelle Ausstellungspolitik?


Kontakt

Klassik Stiftung Weimar
Stabsreferat Forschung und Bildung
Burgplatz 4
99423 Weimar
Telefon: +49 (0) 3643-545-561
Fax: +49 (0) 3643-545-569
forschung.bildung@klassik-stiftung.de

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