
Bestände des Goethe- und Schiller-Archivs
Als ältestes Literaturarchiv in Deutschland besitzt das Goethe- und Schiller-Archiv eine umfassende und bedeutende archivalische Dokumentation zu Kunst und Wissenschaft aus drei Jahrhunderten. Mit Ausnahme der Akten des Institutsarchivs der Klassik Stiftung Weimar und der als Depositum übergebene Aktenbestande von in Weimar ansässigen literarischen Gesellschaften, die bis zur Gegenwart heranreichen, erstreckt sich die Überlieferung im wesentlichen auf den Zeitraum von 1750 bis 1950. Die Neuerwerbung von ganzen Nachlässen oder Teilnachlässen (1993 von August von Loën und Adolf Bartels, 1995 frühe Briefe und Dokumente von Fritz Reuter aus dem Nachlaß des Vaters) ist gegenwärtig eher die Ausnahme. Im Mittelpunkt der Erwerbungsstrategie des Archivs steht zur Zeit die Ergänzung der vorhandenen Bestände. Das Goethe- und Schiller-Archiv ist bei Handschriftenauktionen präsent, und es bemüht sich zudem gezielt, Archivalien direkt aus Privatbesitz zu erwerben.
Die Erwerbungsschwerpunkte liegen nach wie vor bei Archivalien zur klassischen deutschen und zur Literatur des 19. Jahrhunderts, aber auch bei Quellen, die die außergewöhnlich geschlossene handschriftliche Überlieferung im Nachlaß von Friedrich Nietzsche komplettieren.
Die Bestände sind online recherchierbar.
Der Goethe-Nachlaß wurde im Jahre 2001 durch die UNESCO in die Liste des Weltdokumentenerbes aufgenommen.
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99401 Weimar

