neues Bauhaus-Museum Weimar

Standort

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Die Architektur eines neuen Bauhaus-Museums für Weimar und seine städtebauliche Einbindung sind von grundlegender, weil konzeptioneller Bedeutung. Weimar ist ein Gesamtdenkmal der Architektur von der Renaissance bis zur Gegenwart. Zugleich ist kaum eine andere Stadt in Deutschland in vergleichbarem Umfang von den architektonischen Zeugnissen der Zeit zwischen 1930 und 1945 geprägt. Auch wenn diese, über das Gauforum weit hinausgehenden Zeugnisse im alltäglichen Bewusstsein nicht manifest sind, haben sie dennoch eine großen atmosphärische Bedeutung für das Stadtbild. Gewiss haben die Jahre nach der Wende gute und markante Beispiele moderner Architektur — Neue Weimarhalle, Bibliothek der Bauhaus-Universität Weimar, Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek u. a. — ins Zentrum von Weimar gebracht. Eine programmatische Setzung, wie sie durch das bauhaus museum weimar gelingen soll, konnte in städtebaulicher Perspektive davon nicht ausgehen.

Das Votum der Expertenkommission zur Findung des Bauplatzes forderte für das bauhaus museum weimar die inhaltliche Auseinandersetzung mit Moderne und Gegenwart. Ein signifikanter Standort für das Museum, der die Ambivalenz des Themas auch im Stadtbild augenfällig macht, wurde am Weimarhallenpark in unmittelbarer Nachbarschaft des ehemaligen Gauforums gefunden. Das Museum setzt an diesem Platz einen programmatischen Kontrapunkt für die Stadtentwicklung.

Durch seine Positionierung soll das Gebäude zwischen dem historischen Weimarhallenpark, dem benachbarten congress centrum neue weimarhalle sowie der angrenzenden städtebaulichen Situation mit dem ab 1937 entstandenen Gauforum und einer nördlich angrenzenden Wohnungsbebauung aus den späten 20er-Jahren vermitteln. Zusammen mit dem Neuen Museum, dem Stadtmuseum und der Ausstellung zum Gauforum kann der vorgelagerte Platz ein neues kulturelles Zentrum in Weimar formieren.

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