Wege zum Bauhaus

Dauerausstellung im Museum Neues Weimar

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Dauerausstellung

Malerei, Plastik und Design erzählen von den spannungsreichen Aufbrüchen in die Moderne.

Nur wenige Schritte vom Bauhaus-Museum entfernt widmet sich das Museum Neues Weimar der Avantgarde um 1900. Mit dem belgischen Jugendstilkünstler Henry van de Velde und dem Sammler und Mäzen Harry Graf Kessler trafen 1902 überzeugte Verfechter der Moderne in Thüringen ein. Gemeinsam mit Elisabeth Förster-Nietzsche, der Schwester des 1900 in Weimar verstorbenen Philosophen, engagierten sie sich für das „Neue Weimar” als Begegnungsort europäischer Kultureliten.  Elisabeth Förster-Nietzsche prägte den Kult um ihren Bruder. Kessler organisierte bahnbrechende Ausstellungen und van de Velde entwarf funktionales wie elegantes Design. Aus seiner Schule ging 1919 das Bauhaus hervor. Die Ausstellung präsentiert mit rund 500 Werken die Wegbereiter der Moderne, darunter weltberühmte Künstler wie Monet oder Rodin. Die Installation „Das Zimmer” von Pipilotti Rist stellt als zeitgenössische Intervention die eigene Körperwahrnehmungen in Frage.

Wege zum Bauhaus

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Die modernen ist nicht vom Himmel gefallen. Es gab Wege dahin: Die Moderne um 1900 war eine Mission. Es gab Künstler, wie van de Velde, für die wars eine Aufgabe, eine moderne Gesellschaft mit zu begründen, mit zu gestalten. Die van-de-Velde- und Kessler-Zeit fällt voll in die Zeit der Lebensreform und da gab es wirklich einen Aufbruch, auch in der Gesellschaft. Die Freikörperkultur, die FKK-Kultur kommt aus der Zeit. Vegetariertum kommt aus der Zeit. Also es gab einen unglaublichen Aufbruch. Besonders stolz bin ich natürlich auf die Möbel-Ensembles, die Interieurs von van de Velde. Wir stellen die Kunden vor. Das macht es irgendwo auch sinnlicher, dass man erfährt, wer hat eigentlich mit diesen Möbeln gewohnt und warum hat er das gemacht.

Besonders gern mag ich den Raum zu Harry Graf Kessler, wo wir die große Kunst um 1900 zeigen, also wirklich die Star-Stücke von Monet, Beckmann, Reißlberge, Minne, Rodin natürlich ganz wichtig. Und in diesen wunderschönen blauen Raum haben wir die Nachbauten von den original Stühlen aus den Kessler Ausstellungen gestellt und man kann sich in diese Stühle setzen. Sie können sie dahin tragen, wo man gerade schauen möchte und kann einfach nur in den Bildern versinken. [Musik]

Die Ausstellung und die museumspädagogische Werkstatt werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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Veranstalter

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Burgplatz 4
99423 Weimar

T 03643 545400
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