1. Eintritt frei
Lesung

Buchpräsentation | Anschauung der Erde. Goethes geowissenschaftliches Arbeiten und Sammeln

Wie alt ist die Welt? Wie ist sie entstanden? Und wie sah die vom Urozean bedeckte Erde aus? Welche Rolle spielte dabei der Mensch – und wie können wir das alles überhaupt wissen?

Diese Fragen beschäftigten das 18. Jahrhundert, vor allem aber Johann Wolfgang von Goethe, der zur Lösung dieser Weltfragen in über fünf Jahrzehnten eine Sammlung – über 18.000 Mineralien, Gesteine und Fossilien – aus Europa bis hin zu Grönland, Sibirien und Brasilien zusammentrug. 

Die geowissenschaftliche Sammlung, am Ort ihrer Entstehung in Weimar fast vollständig und in ursprünglicher Ordnung überliefert, enthält auch Buntmarmore aus Italien, die auf die Antike verweisen, Kohle- und Torfsammlungen, die Goethe zur Lösung der Energiekrise untersuchte, Meteorite, deren kosmischen Ursprung er bezweifelte, und Flugsaurier, deren Morphologie ihn erstaunte. 

Goethes Sammlung wurde bislang so wenig beachtet wie seine Vorstellungen vom Alter der Welt, der Gesteinsbildung durch „Gerinnung“, den früheren Kälteperioden und dem Urmetall Zinn. Sie ist nicht nur eine bedeutende Privatsammlung ihrer Epoche, in ihr manifestiert sich auch Goethes Nachdenken über die Zeit und ihr Vergehen. Noch wenige Tage vor seinem Tod erhoffte er sich durch sie neue Erkenntnisse. 

Die Klassik Stiftung Weimar präsentiert das Buch „Anschauung der Erde. Goethes geowissenschaftliches Arbeiten und Sammeln“ von Thomas Schmuck, dem Kustoden der Naturwissenschaftlichen Sammlung im Goethe-Nationalmuseum. Es ist die erste umfassende Monographie zu diesem unbekannten ›Werk‹ des Dichters.

Thomas Schmuck: „Anschauung der Erde. Goethes geowissenschaftliches Arbeiten und Sammeln.“ Verlag Sandstein Kultur. ISBN: 978-3-95498-418-3. Dresden 2026, S. 356.

Goethe-Nationalmuseum

Frauenplan 1
99423 Weimar
Deutschland

Festsaal

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