Goethes Wohnhaus mit Hausgarten
Besichtigung
Goethes Wohnhaus ist ein historisches Interieur. Der Besucher lernt die Wohn-, Gesellschafts- und Sammlungszimmer des Vorderhauses kennen, außerdem die sogenannten Christianezimmer sowie das Arbeitszimmer und die Bibliothek des Dichters im Hinterhaus.
Die ursprüngliche Farbgebung der Räume, die für den Hausherrn auf der Grundlage seiner Farbstudien ein wesentliches Gestaltungselement bildete, blieb erhalten.
Das Gebäude birgt die umfangreichen Sammlungen Goethes zur Kunst und zu den Naturwissenschaften, die bei seinem Tod mehr als 50.000 Exponate umfaßten, wovon fast zwei Fünftel zur naturwissenschaftlichen Kollektion zählen. Die Sammlungen sind nahezu vollständig erhalten geblieben und werden zu einem beachtlichen Teil in den Ausstellungsräumen sowie im Gartenpavillon präsentiert.
Bereits im Treppenhaus zeugen Gipsabgüsse und Kopien vom Kunstsammler Goethe. Das in den Fußboden vor der Schwelle zum Gelben Saal eingelegte SALVE-Wort begrüßt den Besucher und führt ihn in das ursprünglich als Speisesaal fungierende Zimmer, von welchem sich der Zugang zu allen wichtigen Räumen des Wohnhauses erschließt.
Besonders bekannt ist das Junozimmer. Der an den Gelben Saal direkt anschließende Raum diente als Salon des Hauses. Die Ausstattung bis hin zur Fensterdekoration folgt den Vorgaben Goethes. Dominiert wird das Interieur durch einen Gipsabguß der Juno Ludovisi. Während seines ersten Aufenthalts in Rom hatte Goethe das aus dem 1. Jahrhundert nach Christus stammende Original gesehen und 1786/87 in seiner römischen Wohnung am Corso einen Abguß der Büste bestellt. Er schrieb darüber damals an Charlotte von Stein, daß dieser Abguß seine „[…] erste Liebschaft in Rom“ gewesen sei. Seit Winckelmann die Kolossalbüste in seiner 1767 erschienenen Geschichte der Kunst des Altertums als Juno beschrieben hatte, erweckte sie überall großes Interesse. Heute wird das Original als Porträt einer römischen Kaiserin angesehen.
Im Hinterhaus befindet sich die rund 6.000 Bände umfassende Bibliothek Goethes. Im Vorraum der Bibliothek ist ein bedeutender Teil der 18.000 Stücke umfassenden Mineralien- und Gesteinssammlung in Sammlungsschränken ausgestellt. An die Bibliothek grenzt das Arbeitszimmer an, in dem die meisten Dichtungen, autobiographischen, kunsttheoretischen und naturwissenschaftlichen Schriften Goethes entstanden sind. Direkt an das Arbeitszimmer grenzt die Schlafkammer Goethes. In dem dort stehenden Sessel hat Goethe seine letzten Lebensminuten verbracht.
Im Erdgeschoß befanden sich ursprünglich die Wirtschaftsräume mit Küche, Dienerzimmer, Waschküche und Stallungen. Sie sind nicht in die museale Nutzung einbezogen. Die Remise ist wiederhergestellt und beherbergt wie früher Goethes Reisekutsche. Bei trockener Witterung ist ein Spaziergang durch den Hausgarten mit den zwei Pavillons, von denen einer die jedoch nur nach Voranmeldung einzusehende mineralogische Sammlung beherbergt, sehr zu empfehlen.
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Öffnungszeiten
April - September
Dienstag - Sonntag 9-18 Uhr
Samstag 9–19 Uhr
Oktober
Dienstag – Sonntag 9–18 Uhr
November - März
Dienstag – Sonntag 9–16 Uhr
Montag geschlossen
24.12. geschlossen
Preise
Erw. 8,50 Euro / erm. 7,00 Euro / Schüler (16-20 Jahre) 2,50 Euro
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Adresse
Goethes Wohnhaus
Frauenplan 1
99423 Weimar
Telefon: 03643 | 545-347
Führungen
Regelmäßiges öffentliches Führungsangebot:
jeden Dienstag / Donnerstag / Freitag / Samstag um 13 Uhr
von April bis Oktober Samstag 13 und 15 Uhr
Teilnahmegebühr Erw. 3,00 Euro / Schüler 1,00 Euro zzgl. zum Eintrittspreis für das Museum.
Kopfhörerführung auf Anfrage
Besucherinformation
Klassik Stiftung Weimar
Besucherinformation
info@klassik-stiftung.de
Tel. 03643 | 545-400
Fax 03643 | 41 98 16


