Bauhaus-Museum

Besichtigung

Aus den umfangreichen Beständen sind etwa 500 repräsentative Arbeiten ausgestellt. Die Schau vermittelt einen Einblick in die Kunst- und Kunstschulentwicklung in Weimar von 1900 bis 1930, in deren Mittelpunkt das Staatliche Bauhaus Weimar zwischen 1919 und 1925 stand. Zudem wird die Großherzogliche Sächsische Kunstgewerbeschule von Henry van de Velde, die von 1907 an acht Jahre lang in Weimar wirkte, als Vorläuferinstitution des Bauhauses vorgestellt. Ebenfalls thematisiert ist die Staatliche Hochschule für Handwerk und Baukunst, die unter der Leitung von Otto Bartning dem Bauhaus nachfolgte und bis 1930 geöffnet war.

Der Blickfang im Entree ist der sogenannte Turm des Feuers, den Johannes Itten 1920 entworfen hat. Das vier Meter hohe Kunstwerk ist 1996/97 originalgetreu aus farbig gefaßtem Holz, Metall, Bleiglaselementen und sogenannten Tempelschellen rekonstruiert worden. Der Turm des Feuers symbolisiert das Streben nach einem Gesamtkunstwerk — noch mit stark expressionistischer Geste — und zugleich die Verschmelzung künstlerischer und mathematisch-naturwissenschaftlicher Elemente. Zwölf Würfel, die sich nach einer mathematischen Formel nach oben verkleinern, bilden den architektonischen Kern für Bleiglaselemente in den zwölf Farben von Ittens Farbstern. Sie streben spiralförmig in die Höhe. Die verwendeten Formen, Farben und Materialien vereinen sich mit zwölf asiatischen Tempelschellen zu einer neuartigen Licht-Raum-Klangplastik, die das Weltganze symbolisieren soll.

1923 wandte sich das Bauhaus vom kunsthandwerklichen Einzelstück ab und orientierte sich auf die Entwicklung von Prototypen für die Industrie, wie dies an der Kombinations-Teekanne von Theodor Bogler oder an der Bauhaustischlampe von Carl Jakob Jucker und Wilhelm Wagenfeld abzulesen ist. Ausgestellt ist auch die Bauzeichnung zum Haus Am Horn. Dieses Gebäude wurde als einziges Bauhausgebäude nach dem Entwurf von Georg Muche ausgeführt. Das eingeschossige kleine Haus in kubischer Form wurde während der ersten Ausstellung des Staatlichen Bauhauses 1923 als Musterhaus vorgestellt. Die Inneneinrichtung entstand als Gemeinschaftsarbeit der Werkstätten. In seiner kubischen Grundform und mit dem Verzicht auf jegliches Ornament sowie dem Verwenden eines Flachdachs stellte das Haus eine Herausforderung an die zeitgenössische konservative Architektur und die Konventionen der Wohnkultur dar.

Sehenswürdigkeiten

Öffnungszeiten

Mo-So 10-18 Uhr

24.12. geschlossen

 

 

Preise

4,50 Euro / erm. 3,50 Euro / Schüler (16-20 Jahre) 1,00 Euro

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren erhalten freien Eintritt.

Adresse

Bauhaus-Museum
Am Theaterplatz
99423 Weimar

Telefon: 03643 | 545-621 / -622

Führungen

Regelmäßiges öffentliches Führungsangebot jeden Sonntag 13 Uhr


Teilnahmegebühr 3,00 Euro / Schüler 1,00 Euro zzgl. zum Eintrittspreis für das Museum

Besucherinformation

Klassik Stiftung Weimar
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Fax 03643 | 41 98 16

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