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Friedrich Schiller. Gemälde von Christian Xeller, 1. Hälfte 19. Jahrhundert. Empfangszimmer im Mansardengeschoss von Schillers Wohnhaus © Klassik Stiftung Weimar
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Bauhaus-Sammlungen

Die Bauhaus-Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar umfassen einschließlich der Bauhaus-Bestände der Graphischen Sammlungen heute mehr als 9.000 Werke: Gemälde, Handzeichnungen, Druckgraphiken, typographische Arbeiten, Kunsthandwerk und Designobjekte sowie Originalfotografien, Studienarbeiten aus dem Unterricht und Dokumente mit dem Fokus auf die Weimarer Bauhausjahre 1919-1925. Bereits mit der Gründung des Staatlichen Bauhauses in Weimar im April 1919 begann Wilhelm Köhler, der Direktor der Staatlichen Kunstsammlungen zu Weimar, mit dem Aufbau einer Sammlung zur europäischen Moderne, in deren Zentrum das Bauhaus stand.

Mit der Vertreibung und Übersiedlung des Bauhauses nach Dessau 1925 wählten der Direktor des Bauhauses Walter Gropius und Wilhelm Köhler mehr als 160 Spitzenexponate aus mehreren tausend Produkten der Bauhauswerkstätten für das Museum aus, die heute überwiegend zu den Designklassikern des 20. Jahrhunderts zählen.

In der ersten »Aktion Entartete Kunst« in Deutschland wurde durch Minister Wilhelm Frick bereits 1930 die ständige Präsentation moderner Kunst im Schlossmuseum geschlossen und die verbleibenden Werke 1937 konfisziert und weitgehend vernichtet. Nur die in Kisten versteckte Sammlung der Werkstattarbeiten des Bauhauses blieb unversehrt und bildet heute den Grundstock der Weimarer Bauhauskollektion.

Bis 1990 wuchs die Sammlung wieder auf mehr als 1000 Objekte an, so durch Schenkungen von Georg Muche, Peter Keler und Max Thalmann sowie den zielgerichteten Aufbau einer Sammlung mit Druckgrafiken von Lyonel Feininger.

Mit dem Aufbau des Weimarer Bauhaus-Museums seit 1992 (eröffnet 1995) engagierten sich weltweit zahlreiche Bauhäusler und ihre Familien mit Dauerleihgaben und Schenkungen. So konnten Teilnachlässe von Andor Weininger/ New York, Gyula Pap/ Budapest, Margit Téry-Adler/ Zürich und aus Deutschland von Friedrich Wilhelm Bogler, Heinrich Brocksieper, Erich Consemüller, Walter Determann, Johannes Driesch, Hans Fricke, Jean Leppien, Theobald Emil Müller-Hummel, Magda Langenstraß-Uhlig, Kurt Meyer-Eberhardt, Alma Siedhoff-Buscher, Eberhard Schrammen oder Vincent Weber die Sammlung bereichern und ein facettenreicheres Bild des Weimarer Bauhauses vermitteln. Zu diesem Sammlungsbestand gehört auch die Karl Peter Röhl Stiftung mit mehreren tausend Kunstwerken.

Mit dem Ankauf der Gemälde Dröbsdorf, 1926 und Gelmeroda XI, 1928 von Lyonel Feininger sowie Wasserpark im Herbst, 1926 von Paul Klee werden qualitätvolle Akzente im Bereich der bildenden Kunst gesetzt, die aber die Verluste der 1930er Jahre nicht wettmachen können.

Eng mit der Bauhaus-Sammlung verbunden ist die herausragende Kollektion mit Werken Henry van de Veldes und seiner Kunstgewerbeschule in Weimar 1902 bis 1915 und die Sammlung zur Staatlichen Hochschule für Handwerk und Baukunst in Weimar unter Leitung von Otto Bartning 1926-1930 in direkter Bauhausnachfolge.

Verfügbarkeit

Ein Teil der Bauhaus-Sammlungen ist im Bauhaus-Museum ausgestellt. Die graphischen Bestände können nach Absprache mit Viola Geyersbach, Abteilung Graphische Sammlungen (03643 545 340, viola.geyersbach@klassik-stiftung.de) besichtigt werden.

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