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Prinzessin Sibylle von Cleve. Gemälde von Lucas Cranach d.Ä., 1526 . Schlossmuseum Weimar © Klassik Stiftung Weimar
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DDR-Kunst

Zum Bestand von in der DDR entstandener Kunst gehören etwa 175 Gemälde und rund 20 Skulpturen. Im Bereich der Graphischen Sammlungen sind 2600 Zeichnungen und Druckgraphiken zu verzeichnen, u. a. von Fritz Cremer, Wolfgang Mattheuer, Bernhard Heisig, Ronald Paris, Ernst Hassebrauk, Josef Hegenbarth. Während des Direktorats von Walther Scheidig in der Zeit von 1940 bis 1967 wurde der Versuch unternommen, das nationalsozialistische Vakuum zu überwinden, Vorkriegstraditionen wieder aufzunehmen und an die Gegenwartskunst anzuknüpfen. Erwerbungen von Otto Herbig, Hans Grundig oder Heinrich Burkhardt konnten realisiert werden. Scheidigs Nachfolger, Gerhard Pommeranz-Liedtke, machte es sich zur Aufgabe, eine Abteilung sozialistischer Gegenwartskunst aufzubauen. Es gelang ihm, wichtige Erwerbungen zu tätigen, so beispielsweise frühe, von Picasso inspirierte Werke von Willi Sitte. Das für die thüringische Kunst nach 1945 bedeutsame Gemälde Glasbläser von Otto Knöpfer von 1950 wurde ebenfalls durch Pommeranz-Liedtke angekauft. Gleichwohl fanden auch Gemälde Eingang in die Sammlung, deren Ankauf eher von den persönlichen Vorlieben des Direktors zeugen als von einer stringenten Sammlungsentwicklung. Hervorragende Werke der Gegenwartskunst in der DDR wurden von seiner Nachfolgerin Liselotte Honigmann-Zinserling angekauft, so Bilder von Wolfgang Mattheuer oder Manfred Böttcher, zwei nahezu abstrakte Gemälde von Otto Niemeyer-Holstein, aber auch ein ideologische Doktrinen entlarvendes Bild von Hans Ticha Mannschaft, das 1978 Eingang in die Sammlung fand. Ende der achtziger Jahre wurden späte Werke von Bernhard Heisig für die Sammlung erworben sowie Bilder von Thüringer Künstlern wie beispielsweise Walter Sachs. Seit Ende der neunziger Jahre konnten Werke von Michael Morgner, Kurt Streubel oder der Erfurter Ateliergemeinschaft erworben werden, um Beispiele nichtkonformer Tendenzen in der DDR aufzuzeigen.

Verfügbarkeit

Die in der DDR entstandene Kunst gehört zur Sammlung des Neuen Museums Weimar. Einige der Kunstwerke aus den Sammlungsbeständen des Neuen Museums werden vom 19. Oktober 2012 bis zum 03. Februar 2013 in der Ausstellung »Abschied von Ikarus. Bildwelten in der DDR – neu gesehen« im Neuen Museum Weimar zu sehen sein.

Die graphischen Bestände können nach Absprache mit Viola Geyersbach, Abteilung Graphische Sammlungen (03643 545 340, viola.geyersbach@klassik-stiftung.de) besichtigt werden.

Kontakt

Klassik Stiftung Weimar
Abteilung Neues Museum
Dr. Ulrike Bestgen
Frauenplan 1
99423 Weimar
Telefon: +49 (0) 3643-545-301
Fax: +49 (0) 3643-545-356
Ulrike.Bestgen@klassik-stiftung.de

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