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Prinzessin Sibylle von Cleve. Gemälde von Lucas Cranach d.Ä., 1526 . Schlossmuseum Weimar © Klassik Stiftung Weimar
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Gemäldesammlung

Gemälde vor 1860

Die Gemäldesammlung der Klassik Stiftung Weimar lässt sich in ihren Ursprüngen auf die Erwerbungen des Herzoghauses zurückführen. Die altdeutsche Malerei, u. a. vertreten durch Dürer und Cranach, Werke der Weimarer Hofmaler und Porträts der Mitglieder des Herzoghauses gehen auf die Anfänge dieser Sammeltätigkeit zurück. Nach dem Schlossbrand 1774, bei dem der Bestand herbe Verluste erlitt, wurde er im 19. Jahrhundert allmählich wieder aufgebaut und durch die Ankäufe des Herzogs Carl August in Umfang und Qualität gestärkt. Unter Goethes Beratung entwickelten sich als Sammlungsschwerpunke die deutsche Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts sowie die niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts. Ergänzend dazu konnten in den letzten Jahren bedeutende klassizistische Werke von Angelika Kauffmann und Johann Heinrich Wilhelm Tischbein erworben werden. Porträts von Dichtern und Gelehrten spiegeln den von Weimar ausstrahlenden intellektuellen Diskurs wie auch die persönlichen und familiären Beziehungen der deutschen Geisteswelt um 1800 wider. Bedeutende Werke von Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge und Georg Friedrich Kersting bilden heute die Höhepunkte der Romantikergalerie.

 

Gemälde ab 1860

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erweiterte Großherzog Carl Alexander die Gemäldesammlung durch Ankäufe von zeitgenössischen Künstlern wie etwa von Moritz von Schwind oder der in Weimar tätigen Maler Friedrich Preller d. Ä., Buonaventura Genelli und Friedrich Wilhelm Martersteig. Als Gründer der Großherzoglich Sächsischen Kunstschule und der Permanenten Kunstausstellung förderte er auch die Erwerbung von Werken der Weimarer Professoren und Schüler, insbesondere der Vertreter der so genannten Weimarer Malerschule, die heute einen Schwerpunkt der Gemäldesammlung bilden. Harry Graf Kessler, der von 1903 bis 1906 das Großherzogliche Museum für Kunst und Kunstgewerbe leitete, öffnete die Weimarer Sammlung gegenüber der europäischen Moderne mit bedeutenden Erwerbungen impressionistischer und neoimpressionistischer Kunst, darunter Claude Monets »Kathedrale von Rouen« und Theo van Rysselberghes »Badende Frauen«. Auch die Ankäufe eines sechsteiligen Bilderzykluses von Ludwig von Hofmann und des frühen Meisterwerks »Junge Männer am Meer« von Max Beckmann sind Kesslers Weitsicht zu verdanken. Anknüpfend an seine Sammlungspolitik wurden in den 1990er Jahren weitere wichtige Gemälde von Henry van de Velde, Lovis Corinth und Max Liebermann erworben.

Verfügbarkeit

Die Gemäldesammlung ist in den historischen Räumen des Schlossmuseums zu besichtigen.

Kontakt

Klassik Stiftung Weimar
Abteilung Goethe - Nationalmuseum
Dr. Bettina Werche
Frauenplan 1
99423 Weimar
Telefon: +49 (0) 3643-545-384
Fax: +49 (0) 3643-545-356
Bettina.Werche@klassik-stiftung.de

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