
UNESCO-Weltkulturerbe
Ensemble Klassisches Weimar, Bauhaus
Am 2. Dezember 1998 nahm das Welterbekomitée der UNESCO auf seiner 23. Sitzung in Kyoto/Japan das Ensemble »Klassisches Weimar« in die Liste des Erbes der Welt auf. Zeugnisse des klassischen Weimars sind die Wohn- und Wirkungsstätten der Dichter, ihrer Förderer und auch die weitläufigen Parkanlagen. Bereits 1996 war das Weimarer Domizil des Bauhauses, die von Henry van de Velde entworfene Kunstgewerbeschule, von der UNESCO zum Bestandteil des Weltkulturerbes erklärt worden. Das Gebäude, einer der aussagekräftigsten Jugendstilarchitekturen Deutschlands, war Gründungs- und Wirkungsstätte des Staatlichen Bauhauses Weimar und somit eine Stätte in der sich »revolutionäre Ideen der Baugestaltung und Stadtplanung« entwickelten
Welterbeliste, Welterbekonvention
1972 verabschiedete die UNESCO das »Internationale Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt«. Diese Welterbekonvention bestimmt u. a. als Voraussetzungen für die Aufnahme in die Weltkulturerbeliste, den »außergewöhnlich universellen Wert« sowie die Kriterien der »Einzigartigkeit« und der »Authentizität«. Neben dem Nachweis des aktuellen Erhaltungszustands muß auch ein überzeugender Erhaltungsplan bei der Antragstellung vorgelegt werden.
Begründung der Aufnahme
Mit der Aufnahme in die Welterbeliste würdigt die UNESCO »die große kunsthistorische Bedeutung öffentlicher und privater Gebäude und Parklandschaften aus der Blütezeit des »klassischen Weimar« und die »herausragende Rolle Weimars als geistiges Zentrum im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert«.
Gedächtnis der Menschheit
Die UNESCO hat 2001 den gesamten im Goethe- und Schiller-Archiv aufbewahrten Goethe-Bestand in ihr Programm zum Erhalt des dokumentarischen Erbes "Gedächtnis der Menschheit / Memory of the World" aufgenommen. weiter

