
Liebe Freunde von MelosLogos!
„Musik ist die höhere Potenz der Poesie; die Engel müssen in Tönen reden, Geister in Worten der Poesie“
Wort und Ton, Musik und Sprache hat Robert Schumann – in einer Tagebucheintragung vom 14. Juli 1828 – in ihrer wechselseitigen Beziehung treffend benannt. Die Poesie ist ein ebenso zentraler Topos für die Musik Schumann wie es der des Gesangs für Hölderlins Dichtung ist. Für Schumann soll Musik zu Sprache werden, für Hölderlin Sprache zu Musik:
„Aber ein Saitenspiel leiht jeder Stunde die Töne,
Und erfreut vielleicht Himmlische,
welche sich nahen.“ (Aus Heimkehr)
So soll MelosLogos 3 im Zeichen von Robert Schumann und Friedrich Hölderlin stehen. Zwei Monate nach dem verheerenden Bibliotheksbrand sind die poetischen Liedertage jedoch auch von Herzogin Anna Amalia geprägt. Ein Rundgang durch die Bibliothek wird Ihnen das Ausmaß der Schäden vor Augen führen. Im Jahr 2007 wird Weimar des 200. Todesjahres der Herzogin gedenken. Dann wollen wir die restaurierte Bibliothek wiedereröffnen. Ihrer Patronin, ihrer Liebe zur Poesie und Musik, wird dann auch das Programm von MelosLogos 6 gewidmet sein.
Hellmut Seemann
Präsident der Klassik Stiftung Weimar
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