Bildungsangebote und Kulturvermittlung der Klassik Stiftung Weimar

Grenzgeschichten Weimar

Ein Storytellingprojekt zur Propaganda im Ersten Weltkrieg

Welcher Geist wehte, als im Jahr 1914 tausende junger Menschen euphorisch in den Krieg zogen? Wie schürte die Öffentlichkeit diese Euphorie? Welche Bilder, Ängste und Vorurteile bedienten Medien in und aus Deutschland, welche die anderer europäischer Nationen?

Im Rahmen der Projektwoche mit dem Thema »Geist und Gewalt« erarbeiteten Schülerinnen und Schüler aus einer bayerischen Mittel- und einer Thüringer Regelschule Geschichten rund um Fragen der Kriegspropaganda. Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung bildete die Sonderausstellung »Krieg der Geister. Weimar als Symbolort deutscher Kultur vor und nach 1914«. Hier folgten die 9.-Klässlerinnen und -Klässler etwa den Spuren einfacher Soldaten, die mit idealistischen oder nationalistischen Vorstellungen in den Krieg zogen, doch schnell von dessen grausamer Realität eingeholt wurden. Sie schrieben Texte, legten Facebook-Seiten an, interviewten Experten und drehten kleine Filme.
Die crossmedialen Geschichten der Schüler werden auf dem Internetportal grenzgeschichten.net an ihren unterschiedlichen Schauplätzen erzählt, die mit Geokoordinaten auf einer Karte verortet werden. Dabei entsteht ein Beziehungsgeflecht aus Menschen, Orten und Geschichten.

»Geist und Gewalt« ist ein Kooperationsprojekt der Klassik Stiftung Weimar, der Stiftung Zuhören und der Bayerischen Sparkassenstiftung im Rahmen von »Grenzgeschichten – crossing borders«. Das Projekt wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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