Herzogin Anna Amalia Bibliothek

Aufgaben und Ziele

Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek bewahrt Texte vom 9. bis zum 21. Jahr­hundert als Zeugnisse der Kulturgeschichte und Quellen der Forschung auf, erschließt sie nach formalen und inhaltlichen Gesichtspunkten und stellt sie zur Benutzung bereit. Insgesamt gehören etwa 1 Mio. Bücher zum Bibliotheksbestand. Da ihr Profil durch das Bildungskonzept der Zeit um 1800 am stärksten geprägt und ihre Sammlungen trotz des verheerenden Bibliotheksbrands von 2004 aus dem Zeitraum 1750 bis 1850 besonders dicht sind, bildet die Epoche von der Aufklärung bis zur Spätromantik ihren Arbeitsschwerpunkt.

Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek versteht sich als Forschungsbibliothek für Kultur- und Literaturgeschichte.

Finanzielle Ausstattung

Die Bibliothek ist Teil der Klassik Stiftung Weimar, die ihre Mittel zu etwa 45 Prozent vom Bund, zu 45 Prozent vom Freistaat Thüringen und zu 10 Prozent von der Stadt Weimar erhält. Zur Zeit arbeiten ca. 90 Angestellte in der Bibliothek. Fast die Hälfte wird aus Sonder- und Projektmitteln finanziert, etwa der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der VolkswagenStiftung oder der Arbeitsagentur.

Für Neuerwerbungen können pro Jahr etwa 500.000 Euro ausgegeben werden. Darüber hinaus werden erhebliche Spendengelder für die Wiederbeschaffung des verbrannten Buchbestandes eingesetzt, pro Jahr fast genauso viel wie für die Neuerwerbungen.

Privaten Spenden kommt wachsende Bedeutung zu. Insbesondere nach dem Brand ist die Herzogin Anna Amalia Bibliothek darauf angewiesen den Schaden am Buchbestand, soweit er mit Geldmitteln zu heilen ist, in Höhe von 67 Millionen Euro durch Spenden und Projektmittel zu decken. Bislang steht etwa die Hälfte der benötigten Summe zur Verfügung.

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