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Sean Scully im Neuen Museum Weimar


Im Neuen Museum Weimar präsentiert die Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen vom 12. März bis zum 31. Mai mit Sean Scully einen Künstler, der vor allem in den letzten Jahren durch zahlreiche internationale Ausstellungen auf sich aufmerksam machte. Der in New York und Barcelona lebende Maler stellt sich mit seinen Arbeiten in die europäische Tradition eines Piet Mondrian, setzt sich aber ebenso mit der amerikanischen Kunst der fünfziger Jahre auseinander. In Weimar wird mit ca. 50 Exponaten eine Auswahl seiner wichtigsten Werke aus der jüngsten Vergangenheit zu sehen sein. In der Gegenüberstellung von Gemälden, Arbeiten auf Papier und Fotografien vermittelt die Schau einen unmittelbaren Einblick in das viel-fältige Schaffen eines Individualisten, dessen malerische Handschrift sich abseits kurzlebiger Trends entwickelte.
Sean Scully wurde 1945 in Dublin geboren und wuchs in London auf. Nach der Ausbildung in einer Druckerei und der Arbeit in einem Grafik-Design-Studio studierte er u.a. am Croyden College of Art und der Newcastle University. 1973 hatte er seine erste Einzelausstellung in London. In Deutschland war er erstmals 1989 mit seinen Pastellen in München zu sehen. Seit dem Vorjahr unterrichtet Scully an der Münchner Kunstakademie.
Der Künstler malt abstrakt. Sein bildnerisches Vokabular besteht aus vertikalen und horizontalen Farbstreifen, deren geometrische Strenge in einem eigentümlichen Spannungsverhältnis zur malerischen Fülle im Detail steht. Scully bezieht sich hier u.a. auf Paul Klee, der als Lehrer am Bauhaus eine eigene »Bildnerische Formenlehre« entwickelte.
Die Weimarer Scully-Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem finnischen Sara Hildén Kunstmuseum in Tampere und wird an-schließend an die National Gallery of Australia in Canberra weiterwandern. Ein umfangreicher dreisprachiger Begleitkatalog (244 S., ca. 100 Farbabbil-dungen; 25,- Euro) enthält u.a. Texte von Jürgen Habermas und dem bekannten amerikanischen Kunstkritiker Donald Kuspit.
Bitte beachten: Ein Pressetermin findet am 12. März, 11 Uhr, in Anwesenheit des Künstlers im Neuen Museum Weimar statt. Offizielle Eröffnung ist am selben Tag um 18 Uhr. (Bildmotive der Ausstellung sowie ein Foto des Künstlers bei der Arbeit können bei Bedarf digital zur Verfügung gestellt werden.)
Wegen des Ausstellungsaufbaus bleibt die erste Etage des Museums vom 1. bis 12. März geschlossen. Exponate aus der Sammlung Paul Maenz sind im Erdgeschoß weiter zu besichtigen.

Projects of the Klassik Stiftung Weimar are funded by the European Regional Development Fund (ERDF) and the Free State of Thuringia, represented by the State Chancellery of Thuringia, Department of Culture and the Arts.

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