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Vom Schreibsekretär bis zur Schnupftabaksdose – Kostbares aus Deutschlands berühmtester Lackwarenmanufaktur in Schloß Belvedere

 

Mit rund 200 kunstvollen Arbeiten aus der bedeutendsten deutschen Lackmanufaktur des 18. und 19. Jahrhunderts macht vom 21. Mai bis 20. August eine Ausstellung in Schloß Belvedere bekannt. Präsentiert werden lackierte und bemalte Möbel, Leuchter, Vasen und andere Gebrauchsgegen-stände, aber auch Spiele und Tabakdosen aus dem 1763 in Braunschweig gegründeten Unternehmen der Familie Stobwasser. Vor allem die kunstvoll verzierten Schnupftabaksdosen machten die Manufaktur Stobwasser berühmt. Die aus hochwertigem Papiermaché gefertigten Dosen wurden vom Deckel bis zum mitunter doppelten Boden mit feinster Malerei versehen. Die Motive reflektierten von romantischen Landschaften und beschaulichen Genreszenen über Porträts berühmter Zeitgenossen und idealisierten Frauenbildern bis hin zu Kriegsdarstellungen die Malerei der Epoche im Kleinen.

Der Weimarer Hof bezog über mehrere Generationen Waren aus der Manufaktur von Johann Heinrich Stobwasser und dessen Nachfolger Christian Heinrich Stobwasser. Der Braunschweiger Herzog Carl I. hatte nicht nur das Privileg zur Gründung der »Lacquier-Fabric« erteilt, sondern auch dafür gesorgt, daß deren Produkte in den Besitz seiner seit 1756 in Weimar lebenden Tochter Anna Amalia gelangten. Diese Lackwaren, insbesondere Möbel, sind noch heute im Wittumspalais und Schloß Tiefurt zu besichtigen. Auch in den Häusern von Goethe und Schiller gehören kunsthandwerklich herausragende Arbeiten der Braunschweiger Manufaktur zur Ausstattung. Eine Auswahl davon, darunter ein Tablett-Tisch mit einer Darstellung der Lady Hamilton aus dem Wittumspalais und ein Trinkbecher aus dem Besitz Goethes, ist in der Belvederer Schau zu sehen.

Zahlreiche Leihgaben aus Museen und aus Privatbesitz dokumentieren darüber hinaus in bisher nicht gezeigter Vielfalt die einhundertjährige Geschichte der Lackwarenmanufaktur Stobwasser von ihrer Gründung bis zur Auflösung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung des Museums für Lackkunst in Münster entstand in Kooperation mit dem Städtischen Museum Braunschweig, der Klassik Stiftung Weimar und dem Historischen Museum Berlin. Weimar ist nach Münster und Braunschweig die dritte Station. Ab 22. September wird die Schau in Berlin zu sehen sein.

 

Bitte beachten: Eine Pressevorbesichtigung findet am 18. Mai um 11 Uhr in Schloß Belvedere, Weimar, statt. Die Vertreter der Medien sind dazu herzlich eingeladen. Die offizielle Eröffnung ist am 20. Mai um 16 Uhr im Festsaal von Schloß Belvedere.

 

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