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Wo Goethes Schwiegertochter lebte – weitere Hilfe für das Pogwisch-Haus in Weimar

 

Einen weiteren Fördervertrag für das Pogwisch-Haus im Osten des Ilm-Parks übergeben Professor Dr. Heinz Schwarzbach und Barbara Schönfelder vom Ortskuratorium Weimar/Weimarer Land der Deutschen Stiftung Denkmalschutz am 6. Dezember 2006 um 11.00 Uhr an Sabine Wenzel, Direktorin Schlösser, Gärten und Bauten der Klassik Stiftung Weimar. Mit diesem weiteren Fördervertrag über 70.000 Euro hat die Bonner Denkmalschutz-Stiftung bisher über 160.000 Euro für die Sanierung des Hauses von Goethes Sohn August und seiner Schwiegertochter Ottilie zur Verfügung gestellt.

Das einstige Weinberghaus aus dem Beginn des 18. Jahrhundert, das östlich des Parks an der Ilm und südlich von Goethes Gartenhaus liegt, wurde um 1772 an den weimarischen Staatsbeamten J. Chr. Schmidt verkauft, der es grundlegend umgestaltete. Über fast quadratischem Grundriss erhebt sich auf einem hohen massiven Sockel das schlichte verputzte Fachwerkgebäude mit je zwei und drei von Klappläden flankierten Fensterachsen sowie Eckquaderungen. Im Osten wird der Bau durch eine hohe zweiläufige Natursteintreppe mit polygonalem, durch Arkadenbögen und Baluster gestalteten Eingangsvorbau akzentuiert. Ein flaches Walmdach deckt das Haus, das eines der seltenen erhaltenen Gartenhäuser des klassischen Weimars darstellt und seine historische Bedeutung auch durch die Familie von Goethes Sohn August erhält, dem es gehörte.

Nach einer ersten gründlichen restauratorischen Voruntersuchung 2003 konnten bisher die Instandsetzung der Gründung, die zimmermannsmäßige Reparatur von Fachwerk und Dachkonstruktion sowie die Erneuerung der Dachdeckung erfolgen. Die Reparatur der Außenputze hat begonnen. Außerdem sollen Innenwände und Deckenputze, die Freitreppe, Säulen, Brüstungen und Gewände restauriert werden.

Durch die Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz können sowohl die Fassadeninstandsetzung als auch erste Restaurierungen im Inneren erfolgen. Das Pogwisch-Haus ist damit eines von inzwischen 12 Denkmalen, die die Bonner Denkmalschutz-Stiftung bisher allein in Weimar hat fördern können. Seit 2001 wird die Stiftung in Bonn von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unterstützt. Insgesamt konnte die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale und privaten Spenden allein in Thüringen 743 Förderverträge über eine Summe von mehr als 31 Millionen Euro für 350 Projekte abschließen.

Projects of the Klassik Stiftung Weimar are funded by the European Regional Development Fund (ERDF) and the Free State of Thuringia, represented by the State Chancellery of Thuringia, Department of Culture and the Arts.

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