Back to overview

Zwischen Tradition und Avantgarde – Grafiken von Kurt Meyer-Eberhardt im Schloßmuseum

Eine umfangreiche Schenkung aus dem künstlerischen Nachlaß von Kurt Meyer-Eberhardt (1895 – 1977) stellt die Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen ab 28. September in einer Ausstellung im Weimarer Schloßmuseum vor. Gezeigt werden ca. 90 der insgesamt 130 Arbeiten, die in Weimar verbleiben werden und vor allem das grafische Frühwerk des Künstlers im Wechsel zwischen Tradition und Avantgarde repräsentieren. Kurt Meyer-Eberhardt studierte an der Weimarer Kunstakademie bei Max Thedy, Theodor Hagen und Walther Klemm ebenso wie am nachfolgenden Bauhaus bei Lyonel Feininger. Zwischenzeitlich lebte er als freischaffender Maler in München, das später zu seiner Wahlheimat wurde.
Die Sujets, denen sich Meyer-Eberhardt, mit variierenden Stilmitteln näherte, bleiben diesselben: Tiere vor allem, Landschaften und Randgruppen der Gesellschaft. Zahlreiche seiner sozialkritischen Darstellungen zeigen geschundene Zugpferde und Droschkengäule, karge Vorstadtstraßen, Zirkusszenen, Arbeitslose und Verurteilte. Der zunehmende Zwiespalt zwischen seinem künstlerischen Anspruch und der Notwendigkeit, mit konventionellen Haustier- und Jagdromantikdarstellungen »Brotkunst« auszuüben, führte dazu, daß sich Kurt Meyer-Eberhardt nach 1926 aus dem öffentlichen Kunstleben zurückzog und sein eigentliches Werk in Vergessenheit geriet.

Die Ausstellung im Schloßmuseum erinnert an eben dieses Werk.
Die frühen Grafiken, darunter auch unter dem Einfluß von Feininger entstandene abstrahierende Varianten von Architekturmotiven, werden ergänzt durch prägende Arbeiten aus späteren Jahren. Dazu gehören
die 1945 entstandene Serie »Memento Mori« mit Bildern zurückgelassener, verendender Kriegspferde und die »Zirkuspudel«.
Die Kurt Meyer-Eberhardt-Ausstellung wird am 28. September, 11 Uhr, eröffnet. Sie ist bis 30. November täglich außer montags zu besichtigen.
Öffnungszeiten: bis 30. Oktober von 10 bis 18 Uhr; vom 1. bis 30. November von 10 bis 16.30 Uhr.

Projects of the Klassik Stiftung Weimar are funded by the European Regional Development Fund (ERDF) and the Free State of Thuringia, represented by the State Chancellery of Thuringia, Department of Culture and the Arts.

The website of Klassik Stiftung Weimar uses cookies in order to provide you with an optimal service. By using this website, you agree. to Data protection

agree