Bücherregal im Rokokosaal der Herzogin Anna Amalia Bibliothek © Klassik Stiftung Weimar

Goethes Briefe an Charlotte von Stein

Einer der wertvollsten Handschriftenbestände des Goethe- und Schiller-Archivs kann seit Dezember 2010 in digitaler Form über das Internet abgerufen werden: Die Briefe Goethes an Charlotte von Stein. Überliefert sind mehr als 1.770 Briefe oder »Zettelgen«, zum Teil kürzeste Mitteilungen, die Goethe oft mehrmals am Tag an Charlotte von Stein schickte; sie stammen aus den Jahren 1776 bis 1826 und werden nahezu vollständig im Goethe- und Schiller-Archiv aufbewahrt. Ihre eigenen Briefe hatte Frau von Stein von Goethe zurückgefordert und vernichtet.

Da aus Goethes erstem Weimarer Jahrzehnt (bis zu seiner Italienreise) nur lückenhafte Tagebuchaufzeichnungen erhalten sind, der Kreis der Korrespondenzpartner Goethes noch vergleichsweise klein war und er diesen Zeitraum in seinen Erinnerungen ausgespart hat, sind die Briefe an Charlotte von Stein ein überaus wichtiges biographisches Dokument.

Die Digitalisate sind an das elektronische Repertorium der Goethe-Briefe angebunden, das bereits seit dem Jahr 2000 im Internet zugänglich ist. Sie ergänzen die neue historisch-kritische Gesamtausgabe von Goethes Briefen, die zur Zeit am Goethe- und Schiller-Archiv entsteht.

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