Parkhöhle im Park an der Ilm © Klassik Stiftung Weimar

Jugend

Die Zeitschrift »Jugend. Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben«, erschienen von 1896 bis 1940, kann man als das bürgerlich-konservative Gegenstück zum »Simplicissimus« beschreiben: Leserschaft und Zielgruppe der »Jugend« war das an Kunst, Literatur und Kultur interessierte liberale Bürgertum im Deutschen Reich, das im Fin de Siècle die Überwindung von Historismus, Gründerzeitdenken und Spießertum und damit einen neuen Aufbruch einleiten wollte.

Wie bereits die Zeitschrift »Simplicissimus«, wird seit Ende 2009 im Rahmen eines von der DFG geförderten Forschungsprojekts die Zeitschrift »Jugend« digitalisiert sowie formal und inhaltlich erschlossen. Kooperationspartner der Klassik Stiftung Weimar sind dabei die RWTH Aachen, das Deutsche Literaturarchiv Marbach und die Universitätsbibliothek Heidelberg. Ziel des Projekts ist die Bereitstellung aller Jahrgänge in Faksimilequalität im Internet. Um den Benutzern nicht nur die Lektüre der einzelnen Hefte, sondern auch die gezielte thematische Suche zu ermöglichen, wird eine inhaltliche Erschließung des Gesamtbestandes vorgenommen. Dafür werden alle erwähnten Personen, Schauplätze und Institutionen, historisch bedeutsame Ereignisse und auch, in realisierbarem Umfang, thematische Stichworte in einen Begriffsthesaurus aufgenommen.

Die Datenbank ist im Internet bereits abrufbar, befindet sich jedoch noch im Aufbau und wird in den nächsten Jahren kontinuierlich vervollständigt und laufend korrigiert. Die Digitalisate der noch nicht erfassten Hefte können über die Seite der Universitätsbibliothek Heidelberg abgerufen werden.

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