Seminar im Nietzsche-Archiv in Weimar.

Distinguished Fellow 2019

Prof. Dr. Harald Welzer: »Weiterbauen am zivilisatorischen Projekt. Zur Fortsetzung der Moderne« 8. – 14. Juli 2019

Im Sommer 2019 wird die erfolgreiche Reihe der Distinguished Fellows des Kollegs Friedrich Nietzsche fortgesetzt. Wir freuen uns, dass wir den bekannten Soziologen, Sozialpsychologen und politischen Intellektuellen Professor Dr. Harald Welzer gewinnen konnten.

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Moderne blicken auf eine – vielfältig gebrochene und oft ambivalente, aber doch – atemberaubende Geschichte humanen Fortschritts zurück und genießen einen zivilisatorischen Standard in Sachen Freiheit, Teilhabe, Sicherheit und Wohlstand, der historisch beispiellos ist. Aber der Stoffwechsel, auf dem dieser Fortschritt beruht, ist nicht fortsetzbar im 21. Jahrhundert, dazu ist er – für das Erdsystem, das Klima, die Biosphäre, die Meere, viele Menschen – zu zerstörerisch. Darüber gibt es eine Unmenge von Studien, Büchern, Filmen. Wir haben keinen Mangel an Wissen über den Zustand der Welt, aber Mangel an Willen, diesen Zustand zu verändern. Die Vorlesungen befassen sich mit den Möglichkeiten der Beförderung solchen Willens.

Professor Welzer ist Gründungsdirektor von futurzwei. Stiftung Zukunftsfähigkeit. Nach grundlegenden Beiträgen zur NS-Erinnerungstradition und Täterforschung ist Herr Welzer in jüngeren Zeit vor allem durch Beiträge zu Fragen sozialer Transformation in der Postwachstumsgesellschaft hervorgetreten. Zu seinen Publikationen zählen „Opa war kein Nazi“ (2002), „Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden“ (2005), „Das Ende der Welt, wie wir sie kannten“ (2009), „Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand“ (2013) und „Wir sind die Mehrheit. Für eine offene Gesellschaft“ (2017).

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen zu dem Programm finden Sie in Kürze hier.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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