Ausstellungen

Räume für Sammlungen: Fotografien von Constantin Beyer und Johannes Heinke

Do 23. Mai 2019 - Fr 27. September 2019
Eröffnung: Mi 22. Mai 2019, 18 Uhr
Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Studienzentrum

 

Thüringische Landesbibliothek Weimar, um 1928. Foto: Günther Beyer, Constantin Beyer, Weimar

Im Jahr 1926 gründete Günther Beyer (1888–1965) in Weimar ein Fotostudio, das für einige Jahre den stolzen Namen ‚Beyers wissenschaftliches Institut für Projektionsfotografie‘ trug. Sein Sohn Klaus (1922–2007) und sein Enkel Constantin (geboren 1961) führten das Studio als selbständige Fotografen fort. Alle drei wählten die Berufsbezeichnung ‚Lichtbildner‘. Das Studio hatte nie ein Ladengeschäft und verließ nie seinen Gründungsort.

Neben Fotografien aus den Beständen der Weimarer Lichtbildner-Familie Beyer, die auf einzigartige Weise die Wandlungen von Sammlungsräumen der heutigen Herzogin Anna Amalia Bibliothek über Jahre und Jahrzehnte hinweg dokumentieren, stellt die Ausstellung ‚Räume für Sammlungen‘ eine Arbeit des Fotokünstlers Johannes Heinke (geboren 1986) vor, die im Jahre 2010 in Auseinandersetzung mit Bergungsgut in der ‚Carlsmühle‘ entstand und die er ‚Lost Knowledge‘ genannt hat. Sie besteht aus neun sogenannten Diptychen. Jedes dieser Fotopaare besteht aus einer Groß- und einer Detailaufnahme von den nach dem Weimarer Bibliotheksbrand 2004 in Kartons verpackten und auf Europaletten gestapelten Aschebüchern.

Nach dem Weimarer Bibliotheksbrand 2004 in Kartons verpackte Aschebücher, Johannes Heinke

Restaurieren nach dem Brand

Die Rettung der Bücher der Herzogin Anna Amalia Bibliothek

Sa 30. August 2014 - So 9. August 2015 | ab Fr 8. Juli 2016
Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Historisches Gebäude, Renaissancesaal

Zehn Jahre nach dem verheerenden Brand am 2. September 2004 zieht die Herzogin Anna Amalia Bibliothek eine umfassende Bilanz aus Art und Umfang der Schäden und der Erhaltung von 118.000 brand- und löschwassergeschädigten Büchern und Notenhandschriften. Die Ausstellung zeigt Stand und Fortschritte der Restaurierungsarbeiten. Sie erklärt die Zusammenhänge zwischen den Restaurierungsentscheidungen und der Projektorganisation der Forschungsbibliothek, dem restaurierungswissenschaftlichen Umfeld und den marktökonomischen Bedingungen. Restaurierungsfachlich steht dabei das in Weimar praktizierte Konzept der Mengenbehandlung bei der Einband- und Papierrestaurierung im Vordergrund. Die Ausstellung dokumentiert zugleich den Verlust der Bücher, die 2004 unwiederbringlich zerstört worden sind.

Ausstellung und Katalog sind in Kooperation mit der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim entstanden. Der Katalog ist im Michael Imhof Verlag erschienen und im Museumsshop erhältlich.

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Zu sehen ist das Cover des Buches
Restaurieren nach dem Brand. Herausgegeben von Jürgen Weber und Ulrike Hähner im Auftrag der Klassik Stiftung Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibliothek und der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim. 192 S., zahlreiche Abbildungen. Petersberg: Imhof, 2014. Auf dem Cover abgebildet: Rokokosaal im September 2007 kurz vor dem Wiedereinzug der Bücher, Fotografie von Manfred Hamm, Klassik Stiftung Weimar

Neu in der Bibliothek

Regelmäßig wechselnde Ausstellungen präsentieren im Studienzentrum und im Historischen Gebäude Neuerwerbungen und damit Sammlungsergänzungen, die historische und zeitgenössische Themen abdecken.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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