Im Wohnhaus an der Esplanade verlebte Friedrich Schiller seine letzten drei Lebens- und Schaffensjahre. Hier entstanden die großen Dramen „Die Braut von Messina“ und „Wilhelm Tell“, bevor der Dichter 1805 in seinem Arbeitszimmer starb. Noch heute sind dort der originale Schreibtisch und Schillers Bett zu sehen.

Schillers Arbeitszimmer mit Schreibtisch
Schillers Arbeitszimmer mit Schreibtisch
Schillers Schreibtisch mit Schreibfeder
Schillers Schreibtisch mit Schreibfeder
Schillers Empfangszimmer
Schillers Empfangszimmer

Ausstellung

Die Ausstattung der Räume verbindet originale Nachlassstücke mit analogen Ergänzungen zeitgenössischen Interieurs. Der Rundgang umfasst die ehemaligen Diener- und Wirtschaftsräume im Erdgeschoss, die Zimmer von Schillers Frau Charlotte und der Kinder in der ersten Etage sowie den Wohnbereich des Dichters in der Mansarde. Höhepunkt ist Schillers Arbeitszimmer mit weitgehend originaler Einrichtung. Tafelausstellungen über Leben und Werk des vielseitigen Dichters sowie zur Hausgeschichte ergänzen den Rundgang, der so einen Einblick in das Schaffen, Wohnen und Wirtschaften im Hause Schillers gibt.

Das Studiolo als offene Besucherwerkstatt für Kinder und Familien bietet darüber hinaus ein abwechslungsreiches Themenprogramm.

„Ich habe dieser Tage endlich einen alten Wunsch realisirt, ein eigenes Haus zu besitzen. Denn ich habe nun alle Gedanken an das Wegziehen von Weimar aufgegeben und denke hier zu leben und zu sterben.“

Schiller an seinen Verleger Georg Joachim Göschen, 10. Februar 1802

Detailaufnahme: Schillers Monogramm über der Haustür
Das Schiller-Monogramm über der Haustür

Hausgeschichte

1802 zog Schiller mit seiner Familie in das geräumige, 1777 für einen Kaufmann errichtete Wohnhaus an der Esplanade und veranlasste einige Umbauten. Nach dem frühen Tod des Dichters im Jahr 1805 wohnte seine Frau Charlotte hier noch bis zu ihrem Lebensende 1826. Einige Räume vermietete sie. Schließlich verkauften die Kinder das Anwesen und Teile der Möblierung. 1847 erwarb die Stadt Weimar das Haus und eröffnete noch im gleichen Jahr die erste Dichtergedenkstätte in Deutschland. Mehrfach erfuhren die Räume fortan Umgestaltungen. Seit 1988 ist das Gebäude mit einem Museumsneubau verbunden, der als Eingang in das historische Wohnhaus dient und in dem heute Wechselausstellungen gezeigt werden.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Der Internetauftritt der Klassik Stiftung Weimar verwendet Cookies, um Ihnen einen optimalen Service zu bieten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden. Zur Datenschutzerklärung

Verstanden