„Da fiel mirs auf wie mir die Gegend so lieb ist, das Land! der Ettersberg!“

Goethe an Charlotte von Stein, 16. Juli 1776

Ettersburg war seit der Errichtung der ersten Schloss- und Parkanlagen Anfang des 18. Jahrhunderts ein beliebter Jagd- und Sommersitz der herzoglichen Familie von Sachsen-Weimar und Eisenach. Anna Amalia versammelte hier einen literarisch-musischen Kreis um sich. Der weitläufige Landschaftspark mit seinen Gartenanlagen und dem „Pückler-Schlag“ ist ein Kleinod der Gartenkunst.

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Das Schloss

Auf der Nordseite des Großen Ettersberges begann Herzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar Anfang des 18. Jahrhunderts mit dem Bau eines Jagdschlosses, das durch seinen Neffen Ernst August vollendet wurde. Das Anwesen diente der Herzogsfamilie bis zu ihrer Abdankung 1918 als Jagd- und Sommersitz, wo sie berühmte Gäste, darunter Franz Liszt und Hans Christian Andersen, empfing.

In den Jahren nach 1919 wurden die Gebäude unter anderem als Landeserziehungsheim und Offiziersschule genutzt. 1968 ging die Anlage in die Trägerschaft einer Vorgängerinstitution der Klassik Stiftung Weimar über. Seit 2005 ist Schloss Ettersburg verpachtet und wird als  Tagungsstätte genutzt.

Blick von Süden auf Landschaftspark und Schloss
Rondell am Schloss Ettersburg
Blick in den Schlosspark Ettersburg

Der Park

Die Gestaltung des romantischen Landschaftsgartens geht zu großen Teilen auf Carl Alexander, den Urenkel Anna Amalias, zurück, der das Schloss im Jahr 1842 übernahm. Der junge Erbgroßherzog ließ die beiden Schlossparterres nach Plänen von Carl Eduard Petzold umgestalten. Petzold legte auch den sechs Hektar großen Landschaftspark westlich des Schlosses und die große Forsthauswiese, die sich östlich des Talgrundes von der alten Burg bis zum Forsthaus erstreckt, an. 1845 erfolgte auf Anregung und unter Anleitung des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau die Ausweitung der Schlossallee, einer Schneise des alten Jagdsterns, zum sogenannten „Pücklerschlag“, einem mit kulissenartig gestaffelten Gehölzgruppen ausgeschmückten Wiesenraum auf dem dem Schloss gegenüberliegenden Hang.

Nach 1919 ging der Schlosspark Ettersburg in den Besitz des Landes Thüringen über. Die unterschiedlichen Nutzer des Schlosses vernachlässigten die Anlagen in den folgenden Jahren. 1968 ging die gesamte Ettersburger Anlage in die Trägerschaft der Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar (NFG) über, die ab 1979 auch die Verwaltung von Park und Schloss übernahmen. Seither ist eine kontinuierliche Pflege der Anlage gewährleistet. Zu den Wiederherstellungsarbeiten gehören die Instandsetzung und Restaurierung der Parkwege, die Verjüngung des Gehölzbestandes am Südhang des Schlosses sowie der Parterres zu beiden Seiten des Schlosses.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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