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10 Jahre Weimar untertage - Museum in der Parkhöhle feiert Jubiläum


Am 28. Februar feiert das Museum in der Parkhöhle seinen zehnjährigen Geburtstag. Nach einer fünf Jahre dauernden gemeinsamen Anstrengung des Freistaats, der Stadt Weimar und der Klassik Stiftung Weimar als Eigentümerin der Parkhöhle im Ilmpark konnte am 28. Februar 1997 der erste Teil des goethezeitlichen Stollensystems der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden.

Die umfassenden Maßnahmen zur Sicherung und Instandsetzung begannen im Oktober 1992 mit dem Abteufen eines 12m tiefen Schachts; Trockenmauern, Stützpfeiler und andere statische Maßnahmen wurden durch im Bergbau erfahrene Firmen errichtet. Mit Hilfe dieser Projektierungs- und Ausführungsfirmen konnten bis 1995/96 in weiteren Bauabschnitten das unterirdische Bunkersystem und die Treppenanlage nahe der Mensa erschlossen und erste Besichtigungen ermöglicht werden. Daran schloß sich die Umsetzung eines musealen Konzepts an, das wissenschaftlich von Prof. Dr. Walter Steiner, dem erfahrenen Geologen und langjährigen Direktor des Weimarer Stadtmuseums, betreut wurde.

Mit der Eröffnung vor zehn Jahren wurde ein gleichermaßen geologisch-archäologisches Denkmal europäischen Ranges wie auch ein kultur- und stadtgeschichtlicher Erlebnisort wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In einem unterirdischen Streifzug werden in der Parkhöhle 200.000 Jahre Erd- und Menschheitsgeschichte auf den Spuren des Naturwissenschaftlers und Mitglieds der Bergbaukommission, Johann Wolfgang Goethe, erlebbar gemacht. Bis zum Kulturstadtjahr 1999 wurde der ca. 360m lange Bergbaustollen von der Belvederer Allee bis zum Stollenmundloch mit der Felsenquellen am Nadelöhr vollständig erschlossen. Er ist Schauobjekt des Nationalen Geotops "Ilmtal-Travertine" und gibt einzigartige Einblicke in dessen Entstehung sowie seine fossile Flora und Fauna.

Vortragsreihe "Dialog mit der Erde 2007" startet am 28. März
Am 28. März startet die diesjährige Vortragsreihe "Dialog mit der Erde 2007", die die Klassik Stiftung gemeinsam mit der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie veranstaltet. Um 19 Uhr wird Prof. Dr. Hans-Jürgen Paech, Potsdam, unter dem Titel "In der antarktischen Eiswüste eine Oase?" von den Ergebnissen einer geowissenschaftlichen Expedition ins Königin-Maud-Land in Norwegen berichten.

Weitere Termine:
25. April 2007 "Vulkankatastrophen --Erinnerungen an schwere Vulkanausbrüche und ihre Folgen
Prof. Dr. Hans Pichler, Mössingen

23. Mai 2007 "Tiefengas --eine Energiequelle der Zukunft"
Prof. Dr. Reinhard Gaupp, Jena

19. September 2007 "Der Einfluß von Goethes Farbenlehre auf die frühe Farbgebung geologischer Karten -- Goethes Beitrag zu Christian Kefersteins Generalkarte von Teutschland (1821)"
Dr. Dorothea Schäfer-Weiss und Jens Versmann, Leipzig

17. Oktober 2007 "Friedrich Wilhelm Carl Graf von Schmettau -- Leben und Wirken eines vielseitigen Kartographen der Goethezeit"
Dr.-Ing. Peter Köhler, Weimar, und Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Steinbrück, Erfurt

14. November 2007 "Island --Insel aus Feuer und Eis. Bild- und Erlebnisbericht einer Geoexpedition 2006"
Dipl.-Forsting. Andreas Lux, Jena

05. Dezember 2007 "Die Himmelsscheibe von Nebra --Neueste Forschungen und Erkenntnisse"
Dr. Harald Meller, Halle (Anfrage)

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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