Zurück zur Übersicht

200 Jahre Erhebung zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach – Festakt im Weimarer Stadtschloss

2015 jährt sich die Erhebung des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach zum Großherzogtum zum 200. Mal. Anlässlich des Jubiläums zeigen das Thüringische Hauptstaatsarchiv und die Klassik Stiftung Weimar vom 20. April bis 3. Mai 2015 im Spiegelsaal des Weimarer Stadtschlosses ausgewählte Zeugnisse zu diesem historischen Ereignis. Zu sehen sind unter anderem der Staatsvertrag zwischen Preußen und Sachsen-Weimar-Eisenach über die auf dem Wiener Kongress vereinbarten Gebietsabtretungen, eine Büste des Großherzogs Carl August, geschaffen vom Weimarer Hofbildhauer Peter Kaufmann, sowie der sogenannte »Vaterlandstaler«, geprägt 1815 als erster Taler mit der neuen Staatsbezeichnung »Großherzogthum Sachsen«.

Mit der Teilnahme am Wiener Kongress hatte der Hof in Weimar Hoffnungen auf einen umfangreichen Gebietszuwachs bis hin zum Erwerb der sächsischen Königskrone verbunden. Diese Hoffnungen erfüllten sich nicht. Doch machte der Friedenskongress Sachsen-Weimar-Eisenach zum Großherzogtum, was mit einer Verdopplung des Territoriums und der Einwohnerzahl verbunden war. Seine bevorzugte Stellung verdankte Sachsen-Weimar-Eisenach vor allem zwei Umständen. Erstens leistete Carl August als Oberbefehlshaber eines Armeekorps wertvolle militärische Dienste auf Seiten der Koalition gegen Napoleon. Zweitens besaß das Haus beste dynastische Verbindungen: Erbprinz Carl Friedrich war seit 1804 mit der russischen Großfürstin Maria Pawlowna, Schwester des Zaren Alexander I., verheiratet. Die Standeserhöhung zum Großherzog mag es gewesen sein, die Carl August ferner dazu veranlasste, den bereits 1732 gestifteten, aber zuletzt ruhenden Hausorden neu zu beleben. Am 18. Oktober 1815 wurde der Ritterorden der Wachsamkeit oder vom Weißen Falken offiziell erneuert.

Mit einem Festakt im Weimarer Stadtschloss erinnern am 19. April 2015 der Thüringer Landtag, das Haus Sachsen-Weimar-Eisenach, das Thüringische Hauptstaatsarchiv und die Klassik Stiftung Weimar an die Erhebung zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach vor 200 Jahren. Nach der Begrüßung durch Michael-Benedikt Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach, Vertreter des Hauses Sachsen-Weimar-Eisenach im Stiftungsrat der Klassik Stiftung Weimar, folgen Grußworte von Christian Carius, Präsident des Thüringer Landtags, und Dr. Bernhard Post, Direktor des Thüringischen Hauptstaatsarchivs. Den Festvortrag zum Thema »Innenpolitische Reformen und deutschlandpolitische Initiativen: Die Erhebung Sachsen-Weimar-Eisenachs zum Großherzogtum 1815« hält Prof. Dr. Hans Werner Hahn, Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Ausstellungsdaten
Kabinettausstellung anlässlich der Erhebung zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach vor 200 Jahren
Vom 20. April bis 3. Mai 2015 | Di – So 9.30 – 18 Uhr
Stadtschloss Weimar | Spiegelsaal
Burgplatz 4 | 99423 Weimar

Eintrittspreise des Schlossmuseums:
Erw. 7,50 Euro | erm. 6,00 Euro | Schüler (16-20 J.) 2,50 Euro
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben freien Eintritt.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Der Internetauftritt der Klassik Stiftung Weimar verwendet Cookies, um Ihnen einen optimalen Service zu bieten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden. Zur Datenschutzerklärung

Verstanden