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An die Freu(n)de: Helfen Sie uns, ein wertvolles Autograph Schillers zu erwerben!

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 21. Oktober 2011 wird in Basel eine eigenhändige Gedichthandschrift von Friedrich Schiller zur Auktion kommen. Es handelt sich dabei um eine bisher gänzlich unbekannte Reinschrift der fünf Chor-Strophen aus Schillers berühmtesten Gedicht, der Ode »An die Freude«. Handschriften Schillers von eigenen Werken gehören zu den größten Seltenheiten des Autographenhandels. Die Klassik Stiftung Weimar möchte dieses Autograph erwerben, um es für die Öffentlichkeit dauerhaft am Aufbewahrungsort des Schillerschen Nachlasses zu sichern.

Das Goethe- und Schiller-Archiv wird sich jedoch allein mit eigenen Mitteln bei der Versteigerung nicht erfolgreich behaupten können. Aus diesem Grund hat sich die Klassik Stiftung Weimar mit einem Spendenaufruf an die Öffentlichkeit gewandt: Wir bitten Ihre Redaktionen, uns bei der Verbreitung dieses Aufrufes zu unterstützen! Der Aufruf zum Erwerb des Autographs wurde von namhaften Persönlichkeiten der deutschen Kultur unterzeichnet: Peter-André Alt, Wolfgang Frühwald, Eberhard Lämmert, Klaus-Dieter Lehmann, Norbert Oellers und Klaus Reichert.

Den Spendenaufruf und das Bildmaterial, das uns dankenswerter Weise vom Auktionshaus Stargardt zur Verfügung gestellt wurde, finden Sie auf unserer Internetseite: http://svdmzweb01.klassik-stiftung.de/index.php?id=908 Das Bildmaterial steht Ihnen im Rahmen der aktuellen Berichterstattung zum Spendenaufruf kostenfrei zur Verfügung.

Zum Hintergrund des Autographs

Bisher waren als handschriftliche Quellen für die Ode nur zwei Abschriften aus fremder Hand bekannt. Bis auf überaus seltene Fragmente wurde das von Schiller Aufgeschriebene von ihm selbst oder im Verlag nach der Drucklegung vernichtet. Die bisher unbekannte Reinschrift ist deshalb eine wirkliche Sensation. Sie enthält keine Korrekturen und weicht mehrfach von der 1786 gedruckten Erstfassung ab. Die Ode könnte erhalten geblieben sein, weil Schiller sie – möglicherweise bei der Vorbereitung einer Aufführung der Vertonung Chritian Gottfried Körners – als Vorlage für Abschriften, die für die Mitglieder des Chors bestimmt waren, ins Reine geschrieben hat. Obwohl sich Schiller später von seinem Werk distanzierte, weil er es als zu sehr dem Zeitgeschmack verpflichtet empfand, war die Wirkung des Gedichts bereits zu Lebzeiten Schillers sehr groß. Bis heute wurde es über hundertmal vertont. Unter diesen steht die Vertonung durch Ludwig van Beethoven im Schlusssatz seiner 9. Sinfonie von 1823 hervor. Beethovens Vertonung ist seit 1985 die Hymne der Europäischen Gemeinschaft.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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