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Architektur-Wettbewerb für das Neue Bauhaus-Museum: Preisgericht wählt 27 Teilnehmer für die zweite Phase aus

Drei Tage dauerte die erste Phase der Preisgerichtssitzung zum Neuen Bauhaus-Museum in Weimar. 27 Teilnehmer hat das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Jörg Friedrich (Hamburg) ausgewählt. Diese werden jetzt eingeladen, für die zweite Phase des Wettbewerbs ihre städtebaulichen, architektonischen und innenräumlichen Konzepte für den Neubau des Bauhaus-Museums vertiefend zu bearbeiten. Das gesamte Wettbewerbsverfahren ist anonym.

2.189 Architekten aus aller Welt hatten sich für den internationalen, offenen Wettbewerb registrieren lassen. Anmeldungen erreichten den Auslober aus 60 Nationen. 2.039 Anmeldungen kamen aus 32 europäischen Ländern, davon 1.151 aus Deutschland und 70 aus Thüringen. 536 Teilnehmer reichten ihre Beiträge bis Anfang Oktober 2011 ein. »Wir haben in den letzten Tagen eine Vielzahl spannender Entwürfe gesehen und intensiv diskutiert. Ich bin davon überzeugt, dass es dem Preisgericht im kommenden März gelingen wird, einen Entwurf zu prämieren, der die Grundlage dafür sein wird, das Bauhaus-Museum zu einem neuen, international ausstrahlenden Zentrum der Kulturstadt Weimar zu machen«, so Hellmut Seemann, Präsident der Klassik Stiftung.

Das Wettbewerbsergebnis für das Neue Bauhaus-Museum wird mit Spannung erwartet. Alle Entwürfe der zweiten Wettbewerbsphase werden ab dem 16. März 2012 im Neuen Museum Weimar ausgestellt.

Ausgangspunkt und Alleinstellungsmerkmal des Neuen Bauhaus-Museums sind die historischen Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar zur Vorgeschichte, Geschichte und Nachwirkung des Staatlichen Bauhauses, das 1919 in Weimar gegründet wurde. Der Sammlungsbestand ist seit 1990 durch Ankäufe und Schenkungen enorm angewachsen. Mit der Gropius-Sammlung besitzt die Klassik Stiftung zudem den ältesten überhaupt existierenden Bauhaus-Bestand. »Erst durch den Neubau des Bauhaus-Museums wird es möglich sein, dem Bauhaus in Weimar einen adäquaten musealen Ort zu bieten. Es wird im Rahmen eines faszinierenden historischen und kulturellen Koordinatensystems Wege eröffnen, ein museales Konzept zu verwirklichen, das die innovativen Ideen des Bauhauses einer breiten Öffentlichkeit vermittelt und Weimar auch als Ort der Moderne profiliert. Ich freue mich sehr, dass wir auf dem Weg dorthin nun ein gutes Stück vorangekommen sind«, betonte Wolfgang Holler, Generaldirektor Museen der Klassik Stiftung.

Die Errichtung des Neuen Bauhaus-Museums ist ein Hauptprojekt im Masterplan »Kosmos Weimar« der Klassik Stiftung. Für das Museum ist eine Nutzfläche von 3.716 m2 vorgesehen. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt rund 22 Millionen Euro, inkl. des städtischen Anteils am Architekturwettbewerb. Für die Bauwerkskosten stehen 14,5 Millionen Euro zur Verfügung. Dem Preisgericht gehören siebzehn Preisrichter an, denen zwölf sachverständige Berater zur Seite stehen. Die Wettbewerbsbetreuung erfolgt durch Schubert/Horst Architekten, Dresden.

Das Neue Bauhaus-Museum soll 2015 eröffnet werden.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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