Zurück zur Übersicht

Ausstellung »Wahlverwandtschaften« zeigt Londoner Privatsammlung zur Kunst der Goethe-Zeit

Pressebilder
Flyer zur Ausstellung

Vom 27. August bis zum 3. November 2013 lässt die Ausstellung »Wahlverwandtschaften« im Weimarer Schiller-Museum die vielfältigen kulturellen Kontakte sichtbar werden, die in der Goethe-Zeit und im späteren 19. Jahrhundert zwischen Weimar und Großbritannien bestanden. Die Ausstellung variiert die vielbeachtete Schau, die 2011/2012 im British Museum der Privatsammlung von Charles Booth-Clibborn gewidmet war. Ergänzt durch Neuerwerbungen setzt die Weimarer Ausstellung insgesamt 91 Zeichnungen und Graphiken aus der Sammlung Booth-Clibborns in einen Dialog mit 20 eng verwandten Arbeiten aus dem Bestand der Graphischen Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar.

»Im Kontext zum Hauptmotiv der Ausstellung ›Die Nacht‹ von Johann Heinrich Lips aus der Serie der vier ›Tageszeiten‹ können wir neben den seltenen druckgraphischen Ausführungen drei zugehörige Vorzeichnungen zeigen. Von außergewöhnlicher Qualität ist darüber hinaus das Nazarener-Konvolut – etwa mit einer großen Serie zu Julius Schnorr von Carolsfelds ›Die Bibel in Bildern‹«, umreißt Kurator Hermann Mildenberger den Rang der getroffenen Auswahl. Mit weiteren Werken unter anderem von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Philipp Otto Runge, Caspar David Friedrich und Johann Christian Reinhardt umfasst die Ausstellung den Epochenzeitraum von deutschem Klassizismus und deutscher Romantik. Sie zeigt Zeichnungen und Graphiken einer Umbruchszeit, als die französischen Revolutionstruppen Europa überschwemmten und Napoleon die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation erzwang (1806). Dabei kreist die Schau thematisch um die großen künstlerischen Schwerpunkte der Zeit, den Gegensatz von mediterraner und nördlicher Landschaft, den wechselnden Einfluss von epischen Stoffen wie Nibelungenlied, Homer und Ossian, mittelalterlicher Geschichte und tiefer christlicher Frömmigkeit.

Der Sammler Charles Booth-Clibborn ist Gründer des Londoner Verlages Paragon Press, der auf die Herausgabe zeitgenössischer Druckgraphik spezialisiert ist. Mit unbefangenem, an künstlerischer und technischer Qualität orientiertem Blick und gelassenem Humor hat Charles Booth-Clibborn eine beeindruckende Sammlung von Druckgraphik und Zeichnungen der Goethe-Zeit aufgebaut, ist daneben aber ein ebenso engagierter Sammler und Vermittler englischer Gegenwartskunst (u.a. Damien Hirst, Anish Kapoor). Seine Sammlungstätigkeit ist ein Beleg für die international stetig gewachsene Aufmerksamkeit für die Kunst der Goethe-Zeit.

Ausstellungsdaten

Wahlverwandtschaften

Eine englische Privatsammlung zur Kunst der Goethe-Zeit

27. August bis 3. November 2013

Schiller-Museum | Schillerstraße 12 | 99423 Weimar

bis 15.10.2013 Di–So 9–18 Uhr, Sa 9–19 Uhr

ab 16.10.2013 Di–So 9–16 Uhr

Katalog

Zur Ausstellung erscheint im Verlag Paragon Press ein reich illustrierter Katalog.

Herausgeber: Giulia Bartrum, Daniel Godfrey, Hermann Mildenberger und Hinrich Sieveking

Preis: 39,90 € (Broschur), 59,90 € (Hardcover)

Vorträge zur Ausstellung im Goethe-Nationalmuseum

17. Oktober | 18 Uhr | Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan Caspar David Friedrich und Weimar

24. Oktober | 18 Uhr | Dr. Daniel Godfrey Papier-Kultur. Vervielfältigungsformen der Graphik in der Goethe-Zeit

31. Oktober | 18 Uhr | Prof. Dr. Hermann Mildenberger Johann Heinrich Wilhelm Tischbein und Weimar

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Der Internetauftritt der Klassik Stiftung Weimar verwendet Cookies, um Ihnen einen optimalen Service zu bieten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden. Zur Datenschutzerklärung

Verstanden