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Bauhäuser, Freimaurer und Metamorphosen – Ausstellungen der Stiftung Weimarer Klassik im Jahr 2002


Das "Bauhaus in Israel" und die "Geschichte einer Geheimen Gesellschaft" sind die Themen zweier Ausstellungen, die die Stiftung Weimarer Klassik in diesem Jahr im Schiller-Museum zeigen wird. Vom 15. Februar bis zum 14. April stellt der Maler, Fotograf und Bildhauer Günter Förg hier seine Fotografien der Bauhäuser in Tel Aviv und Jerusalem vor. Die funktionalen Gebäude sind in den 30er und 40er Jahren von meist aus Europa emigrierten Architekten entworfen worden und prägen als weltweit größtes Ensemble dieses Stils noch heute besonders das Stadtbild von Tel Aviv. Förg machte die schwarzweiß-Aufnahmen während eines Israel-Aufenthalts im Frühsommer 2001. In Weimar sind die Bilder, mit denen der Künstler an vorangegangene Architektur-Fotoserien anknüpft, erstmals zu sehen.
Mit einer Ausstellung zur Geschichte der Freimaurerei in Weimar wird die Stiftung
Weimarer Klassik vom 21. Juni bis zum Jahresende im Schiller-Museum die Türen
einer "Geheimen Gesellschaft" öffnen. Am Beispiel Weimars und der 1764 hier
gegründeten Loge "Anna Amalia" soll die "Freimaurerei" in ihren Ursachen,
Wirkungen und Erscheinungsformen anschaulich werden. Goethes Rolle, die er zeitweise in der "Geheimen Gesellschaft" spielte ist ebenso Thema der Ausstellung wie die Darstellung der antisemitisch geprägten Verschwörungstheorie, derzufolge Schiller jüdischen Freimaurern zum Opfer gefallen sein soll.
Mit Goethes Metamorphosenlehre setzt sich eine Ausstellung von Katharina Sieverding auseinander, die vom 22. März bis 26. Mai in Weimar zu sehen ist. Unter dem Titel "Metamorphosen" verbindet die international bekannte Künstlerin 150 Objekte aus der naturwissenschaftlichen Sammlung des Dichters mit einer halbstündigen Videoprojektion, in der sich überlagernde Bildsequenzen
von den Risiken unserer Epoche für das Leben als solches sprechen. Zwei weitere
Ausstellungen im Goethe-Nationalmuseum gelten der Raffael-Rezeption Goethes (23. August bis 20. Oktober) sowie historischen Schreibzeugen aus der Sammlung des Hauses (8. November bis 5. Januar).
Im Goethe- und Schiller-Archiv wird vom 14. Juni bis 30. August eine "Liszt und Beethoven" gewidmete Ausstellung mit Originalpartituren beider Komponisten gezeigt. Rund 120 Exponate aus dem Weimarer Archiv, dem Beethoven-Haus in Bonn und dem Liszt-Museum Budapest dokumentieren die lebenslange
schöpferische Auseinandersetzung Liszts mit Beethoven und seinem Werk und erlauben zugleich einen Blick in die Werkstatt der zwei Künstler.
Bitte beachten: Ein Presserundgang durch die Ausstellung von Günter Förg findet am 14. Februar, 15 Uhr, in Anwesenheit des Künstlers statt. Eröffnung der
Ausstellung ist um 18 Uhr.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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