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Bauhaus 2009 - Ein Projekt der Arbeitsgruppe „Kultur und Tourismus – 2009“

Die Entstehung der Arbeitsgruppe „Kultur und Tourismus – 2009“
Das Bauhaus mit seinen Werkstätten für gestaltendes Handwerk, Architektur und bildende Künste, das von April 1919 bis März 1925 in Weimar beheimatet war, wurde in den wenigen Jahren seines Bestehens zur wichtigsten und einflussreichsten Hochschule für Gestaltung des 20. Jahrhunderts. Von den innovativen Ansätzen des Bauhauses gingen wirkungsvolle Impulse auf die moderne Architektur, auf Wohnraumgestaltung, Industrieform, Design und die bildende Kunst aus, die bis in die Gegenwart wirken.

Die Gründung des Bauhauses vor 90 Jahren veranlasst die ImPuls-Region Erfurt - Weimar - Jena im Jahr 2009 kulturelle Projekte unter dem Thema „Bauhaus 2009“ zu vernetzen und damit weltweit auf die wegweisende und innovative Kraft dieser Region hinzuweisen. Darauf hat sich eine Arbeitsgruppe „Kultur und Tourismus – 2009“ der ImPuls-Region verständigt, die die Vorbereitung und Koordinierung der Projekte in der Region für das Jahr 2009 betreiben wird. Vorsitzender dieser Arbeitsgruppe ist Hellmut Seemann, Präsident der Klassik Stiftung Weimar; stellvertretender Vorsitzender ist Hans-Jürgen Giese, Amtsleiter für Wirtschaftsförderung und Kulturpflege im Landratsamt Weimarer Land.

„Bauhaus 2009“ – Das Logo
Einer der ersten Schritte der Arbeitsgruppe war die bundesweite Ausschreibung für ein Logo zum Themenjahr „Bauhaus 2009“. Das Logo, das vom Erfurter Artus.Atelier entwickelt worden ist,  wird alle Aspekte des Themenjahres in einer dem Bauhaus adäquaten gestalterischen Form zusammenführen und transportieren. Die Wort-Bildmarke „ Bauhaus 2009“ soll den Anforderungen der Tourismusbranche entsprechen, aber auch für die beteiligten kulturellen Institutionen im Schriftverkehr und bei der Vorbereitung hochkarätiger Ausstellungen verwendbar sein.

Projekt- und Ausstellungsplanung für 2009
Die ImPuls-Region wird für das Jahr 2009 Veranstaltungen zu den Themen „Bauhaus“, „90 Jahre Bauhaus“ und die „Wirkung des Bauhauses auf die Gegenwart“ initiieren. Dabei werden anspruchsvolle Projekte, aber auch solche der Breitenkultur unter zahlreichen regionalen wie auch überregionalen Partnern abgesprochen. Darüber hinaus wird beabsichtigt überregional bedeutende Ausstellungen und Konzerte zu Bauhausthemen im Jubiläumsjahr gemeinsam zu realisieren.

Weimar
Die Klassikerstadt Weimar bereitet für das Projekt „Bauhaus 2009“ eine Ausstellung unter dem Titel „Das Bauhaus – ‚klassisch’“ vor, die in Weimar dezentral an dreizehn Orten, unter anderem Bauhaus-Museum, Goethe-Nationalmuseum, Schloßmuseum, Hauptgebäude der Universität und das Haus am Horn gezeigt werden wird. Diese Ausstellung wird sich auf die Jahre der Bauhauses in Weimar konzentrieren, aber auch die ideengeschichtlichen Wurzeln und die Vorgeschichte zeigen.

Jena und Weimarer Land
Monographische Ausstellungen, von der Stadt Jena und dem Weimarer Land vorbereitet, werden ergänzend das freie künstlerische Werk der an das Bauhaus berufenen, international bedeutenden Meister der Klassischen Moderne wie Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer, László Moholy-Nagy und Lyonel Feininger im Hinblick auf ihr Wirken während der Zeit am Weimarer Bauhaus würdigen.

Erfurt
Die Landeshauptstadt wird auf die große Sammlertradition in Erfurt verweisen und ein zentrales Bild aus der berühmten Moderne-Sammlung des Angermuseums, die 1937 zerschlagen wurde, temporär nach Erfurt holen. Um dieses Bild wird ein inhaltlicher und zeitlicher Kosmos entfaltet, der die engen Verbindungen der Bauhäusler zum Angermuseum, zu Sammlern der Stadt und zur Stadt Erfurt selbst vor Augen stellen wird. In enger Kooperation mit Weimar entwickelt die Kunsthalle Erfurt ein Ausstellungsprojekt, das die Reaktion der konservativen Kräfte und der Bauhaus-Gegner zum ersten Mal umfangreich aufarbeitet und damit die politischen Dimensionen des Themas untersuchen wird.

Alle Ausstellungsprojekte werden von den verantwortlichen Museumsdirektoren, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Ausstellungsmachern in den Städten und in der Region in gegenseitiger inhaltlicher, terminlicher und räumlicher Abstimmung eigenverantwortlich vorbereitet. Es ist dabei unabdingbar, dass umfassende Forschungsleistungen zu den konzipierten Themen erbracht werden müssen, was einmal mehr zeigt, wie notwendig die Fokussierung auf das Thema „Bauhaus“ zu diesem Zeitpunkt ist.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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