Zurück zur Übersicht

Baumfällungen im Schloßpark Belvedere

In dieser Woche beginnt die Gartenabteilung der Klassik Stiftung Weimar mit dem Fällen von drei markanten alten Bäumen im Schloßpark Belvedere. Dabei handelt es sich um eine etwa 200 Jahre alte Rotbuche, eine 180 Jahre alte Rotfichte und eine acht-stämmige Rosskastanie, die 150 Jahre alt sein dürfte. Mit Bedauern setzt die Gartenabteilung damit das Gutachten des Sachverständigenbüros „Fischer - Dr. Scherer und Partner“ um, das dringend empfiehlt diese Bäume zu fällen, um die Sicherheit der Parkbesucher gewährleisten zu können. Die gefällten Bäume werden die Gärtner am historisch exakten Standort durch neue Pflanzungen ersetzen, um das charakteristische Parkbild wiederherzustellen und den Baumbestand insgesamt zu verjüngen.

Der älteste betroffene Baum, die Rotbuche vor dem Belvederer Schloß, ist vom Brandkrustenpilz befallen, der vor allem die Baumwurzeln und den Stamm in Bodennähe angreift. Obwohl von außen häufig keine Schäden auszumachen sind, verliert der Baum im Inneren seine Widerstandsfähigkeit und droht dadurch umzustürzen. Dass die Buche insgesamt sehr geschwächt ist, kann auch der Laie an ihrer spärlichen Belaubung und den dürren Astspitzen feststellen.

Die Rotfichte in der Nähe des Rosen-Berceaus ist von Weißfäule befallen, die den Holzkörper des Baumes angreift, so dass der Stamm zu brechen droht. Wegen dieses Sicherheitsrisikos muss der Baum gefällt werden, obwohl seine Baumkrone noch relativ grün und gesund aussieht.

Schließlich wird auch die mehrstämmige Rosskastanie hinter dem Belvederer Schloß aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Diese außergewöhnliche Baumgruppe besteht aus acht ursprünglich einzelnen Stämmen. Im Laufe der Zeit sind sie in Bodennähe miteinander verwachsen, was diesen Bereich besonders anfällig für Schäden gemacht hat. Die Gutachter stellten hier Brandkrustenbefall, Risse und offene Fäulnis fest. Diese Schädigungen führen In Verbindung mit der schrägen Wuchsrichtung der Bäume dazu, dass ihre Standfestigkeit nicht mehr garantiert ist.

Ein- bis zweimal im Jahr begutachten die Mitarbeiter der Gartenabteilung die Bäume in den Parkanlagen der Klassik Stiftung Weimar. Dabei untersuchen sie den Zustand der Wurzeln, des Stammes und der Krone, um so die Gesundheit und die Standfestigkeit der Bäume zu beurteilen. Wo die visuelle Kontrolle keinen eindeutigen Befund zulässt, lassen sich die Gärtner von Sachverständigen unterstützen. Die Hölzer werden dann mit Hilfe spezieller Geräte untersucht, die eine genaue Diagnose ermöglichen. Abschließend sprechen die Sachverständigen verbindliche Empfehlungen für die weitere Pflege – oder das Fällen – der Bäume aus.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Der Internetauftritt der Klassik Stiftung Weimar verwendet Cookies, um Ihnen einen optimalen Service zu bieten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden. Zur Datenschutzerklärung

Verstanden