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Baumfällungen in Belvedere

Im kommenden Winter werden im Schlosspark Belvedere Fällarbeiten durchgeführt, die notwendig geworden sind, um die Sicherheit der Parkbesucher zu gewährleisten. Alte Bäume müssen dann gefällt werden, wenn auch baumpflegerische Maßnahmen die Bäume nicht mehr retten können. Dies trifft z.B. auf einer Buche am Hang des Possenbachtals zu, die im Winter 2008/2009 gefällt wird. Im Laufe der nächsten Jahre und Jahrzehnte muss mit einem gehäuften Abgang von alten Bäumen gerechnet werden. Viele Bäume in Belvedere wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in der Zeit der Umgestaltung zum Landschaftsgarten, gepflanzt.Diese Bäume stehen am Ende ihrer biologischen Entwicklung und sind dadurch anfälliger gegenüber Schädlingen und Klimaschwankungen. Die zunehmend trockenen Perioden in den Sommermonaten und die milden schneearmen Winter tragen zur geringeren Vitalität der Bäume und zum vermehrten Auftreten von Krankheiten und Schädlingen bei.


Generell ist die Klassik Stiftung verpflichtet, den Erhalt der Parkanlagen und Gärten entsprechend der geltenden denkmal- und naturschutzrechtlichen Gesetze langfristig sicherzustellen. Daher werden abgängige Bäume in der Regel auch umgehend nachgepflanzt. Da die Konkurrenz der Nachbarbäume zu groß wäre, wird die Nachpflanzung der Buche im Possenbachtal soweit verschoben, bis weitere Bäume der Gruppe abgestorben sind, was angesichts deren schlechten Zustands absehbar ist. Dann soll die gesamte Gruppe entsprechend der ursprünglichen Gestaltungsidee einer ringförmigen Pflanzung wieder nachgepflanzt werden.
Außerdem ist im Frühjahr 2009 eine umfassende Nachpflanzung von mehreren Buchen auf der Schlosswiese in Belvedere, sowie des aus zahlreichen Einzelbäumen bestehenden  Kastanienrings geplant. Bei Nachpflanzungen werden in den historischen Anlagen der Klassik Stiftung die Erfordernisse der Gartendenkmalpflege standort- und artgerecht vorgenommen. Bei der Auswahl der Bäume greift die Stiftung auf möglichst authentisches Material zurück. So werden beispielsweise Sämlinge aus den Anlagen gewonnen, weiter kultiviert und anschließend eingepflanzt. Baumschulware wird möglichst ortsnah erworben, um den klimatischen und geologischen Bedingungen Weimars so weit wie möglich zu entsprechen. Auf Großbaumpflanzungen wird dabei weitestgehend verzichtet, da sich junge Bäume eher an örtliche Gegebenheiten, wie Klimaschwankungen, anpassen können.

Bäume und Baumgruppen gelten als die wichtigsten Gestaltungselemente eines Gartens oder Parks. Sie bilden die räumliche Struktur einer Anlage, dienen als Blickfang, erzeugen Tiefenwirkung und öffnen Fenster in die Landschaft. Bäume sind mit ihren unterschiedlichen Wuchsformen und Farben auch für die Grundstimmung eines Gartens oder Parks verantwortlich, stellen einen Teil der historischen Substanz eines Gartens dar und weisen darüber hinaus ein wichtiges ökologisches Potential für Tiere auf. Nachpflanzungen sollen den vitalen Baumbestand sicherstellen und bestehende Gärten und Parks als Ganzes erhalten. Baumspenden sind nach Absprache mit der Abteilung Gärten jederzeit willkommen.

 

Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Julia Glesner (03643-545-104 / 0172-8462910) gerne zur Verfügung.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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