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Blütenmeer in Belvederer Orangerie

Mit »Lieblingsblumen der Goethezeit« setzt die Klassik Stiftung Weimar ab 14. April die Reihe ihrer Pflanzenausstellungen im Langen Haus der Orangerie Belvedere fort. Nach Schneerosen und exotischen Kamelien ziehen jetzt Aurikel und Veilchen in das Schauhaus ein. Vorgestellt werden rund 500 Aurikel sowie mehr als 400 Veilchen in vielfältigen Sorten und Farben. Auf Stellagen entlang der 20 Meter langen Fensterfront des Orangeriehauses bilden sie ein üppiges Blütenmeer, dessen unerschöpfliche Vielfalt nachweislich schon die europäischen Pflanzenzüchter im 17. und 18. Jahrhundert reizte. Die »Bärenöhrlein« wie Aurikel auch genannt werden, kamen in Mode, als sich Gelehrte, Adlige, aber auch Bürger mit kleinen Gärten den Schönheiten der Blumen zuwandten. Die mehrfarbigen englischen sowie die zweifarbigen holländischen Primelgewächse wurden über die Jahrhunderte in mehr als 1000 Sorten vor allem für die Topfkultur geschaffen. Der Weimarer Hofgärtner Johann Friedrich Reichert bot 1807 neben wenigen Alpenaurikeln rund 400 Züchtungen der Engländer und Holländer zum Kauf. Sowohl die Schauaurikel, die in Aurikel-Theatern präsentiert wurden, als auch die Gartenaurikel, die noch heute im Garten von Goethes Haus am Frauenplan, im Park an der Ilm oder im Garten des Kirms-Krackow-Hauses zu finden sind, gab es im klasssischen Weimar zu sehen. Veilchen wurden zur Goethezeit in der Belvederer Hofgärtnerei in 15 verschiedenen Sorten gezogen. Heute verfügt die Belvederer Gärtnerei über mehr als 30 Sorten. Die jetzt ausgestellten Aurikel und Veilchen stammen aus den Belvederer Beständen sowie aus Pflanzenzuchtbetrieben in Steinfurt und Uetersen.

Die Blumen-Schau wird am Gründonnerstag um 15 Uhr eröffnet. Sie ist nach den Osterfeiertagen noch bis zum 30. April jeweils Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen. Am 14. und 15. April geben der Aurikel-Züchter Werner Hoffmann aus Steinfurt und der Veilchen-Züchter Jürgen Peters aus Uetersen in der Ausstellung Hinweise zur Kultur der Pflanzenarten.

 

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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