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Buchsbaumhecke im Tiefurter Park muss wegen Schimmelbefall entfernt werden

In den vergangenen zwei Wochen verzeichnete die Klassik Stiftung Weimar ein massives Absterben an den Buchsbaumhecken, mit denen die ilmseitigen Beete um den Musentempel im Tiefurter Park eingefasst sind. Nach der Untersuchung betroffener Pflanzen durch die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft hat sich der Anfangsverdacht bestätigt, dass es sich bei dem Befall um den wegen seiner Aggressivität gefürchteten Buchsbaumpilz Cylindrocladium buxicola handelt. Der Pilz wurde in Thüringen erstmals 2005 nachgewiesen und schädigt ausschließlich Buchsbaumgewächse.

Buxus sempervirens »Suffruticosa«, der für geschnittene Einfassungen meistverwendete Buchsbaum, ist besonders stark vom Pilzbefall betroffen. Diese Sorte wurde auch bei der Rekonstruktion der Beetanlagen am Musentempel im Jahre 2003 gepflanzt. Die höheren, in Form geschnittenen Schnecken und Kugeln zeigen bisher keine Schädigung durch den Pilz.

Eine chemische Bekämpfung ist kaum durchführbar. Der Pilz und seine Dauersporen können auf diesem Wege nicht nachhaltig vernichtet werden, da sie in Pflanzenrückständen, Abfällen und im Boden bis zu vier Jahre überdauern können. Daher muss die Klassik Stiftung die Pflanzen nicht nur entfernen, sondern auch die oberste Bodenschicht abtragen. Eine Nachpflanzung wird in den ersten Jahren seitens des Pflanzenschutzamtes nicht empfohlen.

Auf Grund dieser Diagnose werden die Gärtner der Klassik Stiftung Weimar die betroffenen Pflanzen am Tiefurter Musentempel noch in dieser Woche entfernen und vernichten. Betroffen sind fast fünfzig Prozent der Einfassung, das heißt ca. 60 laufende Meter Buchsbaumhecke. Welche Alternativen für die Rahmung der Beete in Frage kommt, steht noch nicht fest. Die Sommerbepflanzung der Beete wird 2012 jedoch wieder wie gewohnt erfolgen.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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