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Bund stellt 45 Mio. € für Investitionsprojekte in Aussicht


Sanierung des Weimarer Stadtschlosses und ein Neubau für das Bauhaus-Museum scheinen erstmals realistisch


Nach Informationen einer Thüringer Tageszeitung beschloss der Haushaltsausschuss des Bundestages gestern vorbehaltlich der Kofinanzierung des Landes einen Zuschuss in Höhe von insgesamt 45 Mio. € für verschiedene Investitionsvorhaben der Klassik Stiftung Weimar. Dazu zählen die Sanierung des Stadtschlosses, der Neubau des Bauhaus-Museums, die Restaurierung von Autographen des Goethe- und Schiller-Archivs sowie der Wiederaufbau der Buchbestände der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Nachdem die Zuwendungsgeber des Bundes und Landes mit der Erhöhung des Verwaltungshaushaltes bereits die Arbeitsfähigkeit der Stiftung sichergestellt hatten, rückt nun die Realisierung der dringlichsten investiven Vorhaben erstmals in unmittelbare Reichweite.
Die Klassik Stiftung Weimar sieht sich konzeptionell und personell dazu in der Lage, mithilfe der ihr zugewiesenen Mittel ihren Platz unter den ersten Kulturinstitutionen Deutschlands ausbauen zu können. "Möglicherweise zahlt sich jetzt das aus, was in jüngster Vergangenheit an der Stiftungsarbeit moniert wurde: Dass die Stiftung Zeit hatte, die Grundlagen ihrer Arbeit zu bestimmen, um in einer solchen Situation schlüssig reagieren und die erarbeiteten Konzepte umsetzen zu können", erklärte Stiftungspräsident Hellmut Seemann. "Für das von der Stiftung erarbeitete Liegenschaftskonzept, das eine Übertragung des Stadtschlosses an die Klassik Stiftung vorsieht, gibt es jetzt eine realistische Umsetzungschance." Er setzt volles Vertrauen darein, dass Thüringen die vom Bund angebotene Chance, Weimar zu dem zu machen, was es sein soll, ergreifen wird. Für Thüringen und Weimar sei es eine glückliche Konstellation, dass der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Carsten Schneider bei den Haushaltsberatungen des Bundes einen Konsens stiften konnte, der die gesamtstaatliche Bedeutung Weimars zum Ausdruck bringt. Anlässlich der Wiedereröffnung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek am 24. Oktober 2007 hatte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) bereits diese Bedeutung Weimars betont und als "entscheidende Quelle für eine ganze Epoche deutscher Literatur und Kultur" bezeichnet. Ebenso wie Carsten Schneider plädierte Kulturstaatsminister Bernd Neumann dafür, "das Weimarer Stadtschloss zur neuen Mitte der Klassik Stiftung zu machen. Dort soll sich verdichten, was Weimar kulturell ausmacht."

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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