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Chronik der Erweiterung und Sanierung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek

1991/92
Erste Debatten um die notwendige Erweiterung der Bibliothek im Stiftungsrat. Diskussion möglicher Varianten vom Neubau bis zur Nutzung verschiedener in Frage kommender Gebäude. Erstes Raumprogramm.

1996
Nach einem Schimmelbefall, der mit Handschriften und Inkunabeln wertvollste Sammlungen der Bibliothek beschädigt, macht die Stiftung mehrfach auch öffentlich auf die akuten räumlichen Probleme der Bibliothek und die Gefährdung ihrer Bestände aufmerksam.

1997
Der Stiftungsrat befürwortet die Bibliothekserweiterung im Gebäudeensemble Rotes und Gelbes Schloß einschließlich Tiefmagazin als Voraussetzung für die dringend erforderliche Sanierung der historischen Bibliothek. Beschluß über die Bereitstellung von Projektmitteln durch Bund und Land ab 2000.
Nutzungsstudie durch das Büro Fischer/Fromm.

1998
Kaufverhandlungen mit der Stadt Weimar, die aus dem Schlösserkomplex bereits in ein neues Verwaltungsgebäude umgezogen ist. Der Kaufpreis liegt bei 5,5 Millionen Mark.

1999
September. Symbolische Schlüsselübergabe für das Rote und Gelbe Schloß.
Dezember. Im europaweit ausgeschriebenen Architektenwettbewerb für den Ausbau der Herzogin Anna Amalia Bibliothek gehen rund 300 Bewerbungen aus Deutschland, Österreich, England, Italien, der Schweiz und Spanien ein.

2000
Preisvergabe im Architektenwettbewerb an die Architektengemeinschaft Barz-Malfatti, Rittmannsperger und Schmitz (Erfurt/Weimar). 32 aus dem Wettbewerb hervorgegangene Arbeiten sind in einer Ausstellung in Weimar zu sehen.

2001
In einer Reihe von Kolloquien zur »Zukunft der Herzogin Anna Amalia Bibliothek« stellt die Stiftung ihr auf lange Sicht umfangreichstes Bauvorhaben und das Konzept für ihre Forschungsbibliothek öffentlich vor.
August. Der Umzug des Carl August Denkmals vom Platz der Demokratie in den Park an der Ilm gibt den sichtbaren Auftakt für den Beginn der Bauarbeiten.

2002
Mai. Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau in der Baugrube auf dem Platz der Demokratie.

2003
März. Die zwei Tiefmagazine sind rohbaufertig. 2700 Kubikmeter Beton und 500 Tonnen Stahl bilden unter dem Platz der Demokratie die konstruktive Hülle für rund eine Million Bücher.
Oktober. Richtfest für den Erweiterungsbau; auch der neue zentrale Eingangsbereich und der 18 Meter hohe Bücherkubus sind im Rohbau fertig. Die Vorbereitungen für die Umstellung und teilweise Neuordnung der Bestände und der Kataloge haben begonnen.

2004
August. Die ersten Bücher ziehen ins neue Tiefmagazin ein. Im Rokokosaal des historischen Bibliotheksgebäudes beginnen die Voruntersuchungen für die Sanierung.
2. September. Wenige Wochen vor dem Umzug der historischen Bestände vernichtet ein verheerendes Feuer im Stammgebäude 50 000 Bücher; 62 000 werden durch die Flammen und das Löschwasser zum Teil schwer beschädigt. Die zweite Galerie des Rokokosaals und das Dachgeschoß fallen den Flammen zum Opfer. Die Bibliothek muß schließen.

2005
Februar. Eröffnung des neuen Studienzentrums und Wiederaufnahme des Bibliotheksbetriebs.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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