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»Claus Bury. Meine Sicht« – Klassik Stiftung eröffnet Ausstellung im Neuen Museum Weimar

Vom 11. Mai bis 22. Juni 2014 stellt die Klassik Stiftung Weimar mit der Ausstellung »Claus Bury. Meine Sicht« im Neuen Museum einen der wichtigsten deutschen Bildhauer der Gegenwart vor. Über 300 von Claus Bury selbst ausgewählte Arbeiten aus drei Jahrzehnten seines künstlerischen Schaffens bieten einen umfassenden Einblick in sein vielgestaltiges Werk.

Bekannt wurde Claus Bury besonders durch seine architektonischen Skulpturen im Außenraum wie den »Bitterfelder Bogen« (2006), sein bisher größtes Werk, den »Spannungsbogen« (2003) in Frankfurt am Main, die Arbeit »Elastisch-Schwebend« (2001) in Wuppertal, eine begehbare Stahlbrücke für die Expo 2008 in Saragossa, die frühere Arbeit »Wir sitzen alle in einem Boot« (1996) in Gelnhausen oder die begehbare Skulptur »Gewächshaus für Gedanken« (2010). Bury begann seine künstlerische Laufbahn nach der Schulzeit mit einer Ausbildung zum Goldschmied. Anschließend studierte er von 1965 bis 1969 an der Werkkunstschule Pforzheim. Die handwerkliche Fertigkeit als Ausgangspunkt für sein künstlerisches Schaffen, das Verständnis für Materialien von Metall, Plastik, Papier bis zu Holz und Stahl sind von Anfang an bestimmend für sein Werk. Ebenso prägend für die Kunst Burys sind seine Ideen, die im kleinsten Schmuckstück verwirklicht auch für die Umsetzung im großen Format taugen können. Auch bei seinen großformatigen, den skulpturalen und quasi-architektonischen Werken, spielt stets ein Moment des fast spielerisch Modellhaften eine große Rolle. Nicht umsonst gelten die unzähligen Entwurfsmodelle als eigenständige Werkgruppe.

Neben drei raumgreifenden Großskulpturen präsentiert die Schau »Claus Bury. Meine Sicht« eine Vielzahl von Modellen, Skulptur- und Reisefotografien sowie noch nie gezeigte Künstler- und Tagebücher, die während der ausgedehnten Reisen Claus Burys nach Ägypten, Irland, Syrien, Mexiko, Kambodscha, Italien, Griechenland, China, Indonesien, Myanmar und Thailand oder noch unter dem Eindruck der Reisen im heimischen Atelier in Frankfurt am Main entstanden. Die monumentale Skulptur »Tempeltor« wurde eigens für die Weimarer Schau konzipiert und nimmt Bezug auf antike Architekturformen und die Bedeutung, die dem antiken Erbe im Klassizismus beigemessen wurde. »Doppelportal«, eine architektonische Skulptur aus dem Jahr 1987, wird im Neuen Museum nach mehr als 20 Jahren erstmals wieder zu sehen sein. Die Auswahl der Exponate zeugt in besonderer Weise von der Feinnervigkeit, mit der Claus Bury wesensverwandte Seherfahrungen in verschiedenen Medien aufspürt.

Die Weimarer Ausstellung wird in jeweils leicht abgewandelter Form 2015 im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern und 2016 im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe gezeigt.

Ausstellung und Katalog wurden großzügig gefördert von der Kreissparkasse Gelnhausen, der Hauslage-Stiftung, Frankfurt a. M., der Prime Capital AG, Frankfurt a. M., von Friedrich und Sylvia von Metzler, Frankfurt a. M., Dr. Manfred und Lilo Fuchs, Mannheim, der Arnold AG, Friedrichsdorf sowie ungenannt bleibenden, privaten Unterstützern aus Berlin.

Ausstellungsdaten
»Claus Bury. Meine Sicht«
11. Mai bis 22. Juni 2014 | Mi–Mo 10–18 Uhr
Neues Museum Weimar | Weimarplatz 5 | 99423 Weimar
Eintritt Erw. 4 Euro | erm. 3 Euro | Schüler (16–20 J.) 1 Euro
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren erhalten freien Eintritt.

Eröffnung: Samstag, 10. Mai 2014 | 18 Uhr
Neues Museum Weimar | Weimarplatz 5 | 99423 Weimar

Katalog
Zur Ausstellung erscheint in Kooperation mit dem Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern ein reich illustrierter Katalog im Wienand Verlag, Köln.
Seiten: 256 | Preis Museumsausgabe: 32 Euro

Besucherinformation
Stand der Klassik Stiftung Weimar in der Tourist-Information
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TEL +49(0) 3643 | 545-400
FAX +49(0) 3643 | 419816
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