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Cranach bei Goethe – Meisterwerke der Holzschnittkunst am Weimarer Frauenplan

Zum 450. Todestag von Lucas Cranach d.Ä. am 16. Oktober eröffnet die Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen im Goethe-Nationalmuseum eine Ausstellung mit bedeutenden Holzschnitten des Meisters. Vorgestellt werden ca. 50 Druckgraphiken vorrangig zu sakralen Themen, die mit den im Stadtschloß gezeigten Gemälden Cranachs korrespondieren. Als größeres Konvolut waren die Blätter, darunter ein Porträt Luthers als Unikat und seltene Arbeiten wie die unter verschiedenen Titeln bekannte Darstellung »Sündenfall und Erlösung«, seit Jahrzehnten nicht zu sehen. Insgesamt fassen die Weimarer Sammlungen mehr als 200 Druckgraphiken unter dem Namen Cranach, darunter auch Werke von Cranach d.J., Werkstattarbeiten, Drucke der Cranach-Schule sowie zeitgenössische Kopien.
Mit der Holzschnittkunst befaßte sich Cranach d. Ä., der Kontakte zu bekannten Humanisten seiner Zeit, darunter Melanchton, pflegte und später als Freund Martin Luthers zum wichtigsten Vertreter der bildlichen Darstellung protestantischer Glaubensinhalte wurde, hauptsächlich in den Jahren 1505 bis 1516. Aus dieser Zeit stammen auch die sogenannten Einblattholzschnitte zu religiösen und mythologischen Themen sowie zeitgenössischen Ereignissen und verschiedene Porträts, die für die Schau im Goethe-Nationalmuseum ausgewählt wurden. Sie veranschaulichen Cranachs eigenwillig realistische Sicht auf Mensch und Geschichte.
Ein kolorierter Holzschnitt – »Die Kreuzigung Jesu Christi« - kommt aus der Privatsammlung Goethes und erinnert an die Beschäftigung des Dichters mit dem Werk des altdeutschen Meisters. Goethes Privatsekretär Christian Schuchardt, der zugleich die Graphische Sammlung des Großherzogs mit zahlreichen Werken Cranachs betreute, verfaßte eine dreibändige Monographie zu Lucas Cranach d.Ä. und seinem Werk.

Die Ausstellung »Lucas Cranach d.Ä. – Meisterwerke der Holzschnittkunst« wird am 16. Oktober, 17 Uhr, eröffnet. Sie ist bis 10. Januar täglich außer montags von 9 bis 18 Uhr, ab 1. November von 9 bis 16 Uhr, zu besichtigen.
Bitte beachten: Pressevorbesichtigung am 16. Oktober, 11 Uhr.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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