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»Cranach in Weimar« – Wissenschaftliche Tagung der Klassik Stiftung widmet sich Cranach-Werken in Weimar

Zum Tagungsprogramm

Am 18. und 19. März 2014 lädt die Klassik Stiftung unter dem Titel »Cranach in Weimar« zu einer wissenschaftlichen Tagung in das Goethe-Nationalmuseum ein. Die zweitägige Tagung beschäftigt sich mit herausragenden Weimarer Beständen an Cranach-Werken und dem Umgang mit ihnen im Lauf der Jahrhunderte. »Cranach ist in Weimar natürlich kein Unbekannter. Nun geht es darum, ihn in seiner Bedeutung für Weimar über Jahrhunderte hinweg im allgemeinen Bewusstsein zu verankern und zu erneuern«, erläutert Karin Kolb, die die Tagung leitet.

Im Mittelpunkt des ersten Tages steht der berühmte Cranach-Altar in der Weimarer Kirche St. Peter und Paul (Herderkirche), der zum Gedenken an Johann Friedrich den Großmütigen und Sibylle von Cleve gestiftet wurde. Im Jahr 1555 vollendet stellt er eines der Hauptwerke reformatorischer Bildkunst dar. Seine Geschichte wird im Rahmen der Tagung ausgehend von der Quellenlage zu Cranach im Ernestinischen Gesamtarchiv erstmals umfangreich erforscht und seine Gestalt, Funktion, Botschaft und Wirkung diskutiert. Die Tagung beleuchtet das Bildprogramm des Weimarer Retabels aus unterschiedlichen Perspektiven und erschließt so dessen kunsthistorische, aber auch kirchen- und theologiegeschichtliche sowie politische Bedeutung. Neueste technologische Untersuchungsergebnisse zur Malweise lassen Rückschlüsse auf die künstlerische Autorschaft zu. Die ernestinische Bildpolitik wird auch anhand des Weimarer »Reformationsteppichs« im Kontext der Glaubensstreitigkeiten und nach dem Verlust der Kurwürde verdeutlicht.

Ausgehend von der Memoria Cranachs d. Ä. widmet sich der zweite Tag der Wahrnehmung und Rezeption der Cranach-Werke in Weimar. Die Referenten beleuchten schlaglichtartig Zeiten, in denen das Cranach-Werk intensiver wahrgenommen und rezipiert wurde, so etwa durch Johann Heinrich Meyer und Johann Wolfgang von Goethe. Mit Christian Schuchardts Cranach-Monographie wurde die Cranach-Forschung Mitte des 19. Jahrhunderts von Weimar aus auf ein neues Niveau gehoben. Im Rahmen der Tagung werden erstmals auch die Bezüge der Bauhaus-Künstler zu Cranach und altdeutschen Werken in Weimar untersucht. Im Nationalsozialismus führte das Interesse an Cranach zu schmerzhaften Verlusten für die Weimarer Sammlung. Schließlich werden Tradition und Entwicklung von Reformationsjubiläen über mehrere Jahrhunderte den Blick auch auf die heutige Zeit öffnen.

Die Tagung bereitet eine gleichnamige Ausstellung zum Leben und Wirken der Cranachs in Weimar vor, die vom 3. April bis 14. Juni 2015 im Schiller-Museum in Weimar zu sehen sein wird. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Beiträge werden im Jahrbuch der Klassik Stiftung Weimar 2015 veröffentlicht.

Tagungsdaten
Cranach in Weimar
18. und 19. März 2014
Goethe-Nationalmuseum | Festsaal
Frauenplan 1 | 99423 Weimar

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei.
Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Informationen
Klassik Stiftung Weimar
Direktion Museen Burgplatz 4 | 99423 Weimar
TEL +49 (0) 3643 | 545-304
FAX+49 (0) 3643 | 545-356
museen@klassik-stiftung.de
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