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Das Bauhaus kommt aus Weimar – Peter Rauch liest zur Wiedereinrichtung der Ständigen Ausstellung im Bauhaus-Museum Weimar

Am Donnerstag, 03. Dezember 2009, 17 Uhr, feiert die Klassik Stiftung Weimar die Wiederereinrichtung der Ständigen Sammlung im Bauhaus-Museum Weimar. Zur Vernissage liest der Schauspieler Peter Rauch Partituren von kleinen Bauhaus-Stücken und Improvisationen, die 1924 in der Gaststätte Ilmschlösschen aufgeführt wurden. Musikalisch begleitet Hans Raths auf dem Saxophon.

Die Ausstellung zeigt u.a. Objekte, die im Rahmen der großen Jubiläums-Ausstellungen »Das Bauhaus kommt aus Weimar« und »Modell Bauhaus« präsentiert wurden. Zentrale Werke, wie die »Kinderwiege« von Peter Keler, die vom 08. November 2009 bis zum 25. Januar 2010 im Museum of Modern Art zu bewundern sind, werden nach dem Ende der New Yorker Ausstellung »Bauhaus 1919-1933: Workshops for Modernity« ebenfalls im Bauhaus-Museum zu sehen sein. Damit sind 250 Objekte aus der frühen Phase des Bauhauses wieder ständig in Weimar zu sehen, darunter Werke von Walter Gropius, Lyonel Feininger und Paul Klee, aber auch von Schülern, wie Marcel Breuer und Alma Siedhoff-Buscher.

 

Die Weimarer Bauhaus-Zeit von 1919 bis 1925 gewinnt aus heutiger Sicht mehr und mehr an Bedeutung. Diese von Brüchen und programmatischen Kurskorrekturen geprägte Phase entzieht sich den gängigen Klischees zum Bauhaus. Den Übergang vom kunsthand-werklichen Einzelstück zum Prototypen für die Industrie ab 1922 entsprechend der These von Walter Gropius »Kunst und Technik – eine neue Einheit« dokumentieren zahlreiche bis heute produzierte Bauhaus-Designklassiker, von denen einige bereits in Weimar entstanden. Die Wiedereinrichtung des Bauhaus-Museums steht daher unter dem bereits bekannten Motto: »Das Bauhaus kommt aus Weimar«. Hier wurde vorgedacht und vorgeprägt, was später in Dessau und Berlin zur Ausführung kam.

 

Das Entrée des Bauhaus-Museums bietet dem Besucher einen Überblick über die Bauhaus-Orte in Weimar und rückt mit dem »Turm des Feuers« von Johannes Itten und dem »Arbeitsmodell zum Märzgefallenendenkmal« von Walter Gropius zwei wichtige Werke in den Mittelpunkt. Ein Einführungsfilm zum Thema Bauhaus in Weimar gestern und heute, der bereits im Rahmen der Jubiläumsausstellung am selben Ort zu sehen war, zeigt historische Aufnahmen und lässt Bauhäusler und Bauhaus-Experten zu Wort kommen.

Über »Struktur & Aufbau« des Bauhauses sowie zum Thema »Bauhaus & Politik« informiert ein den Hauptraum des Museums umlaufender Zeitstrahl. Kapitel zur Freien Kunst, das u.a. Lyonal Feiningers »Gelmeroda XI« zeigt, zum Vorkurs von Johannes Itten, zu den Werkstätten, zur Architektur mit seiner frühexpressonistischen und modernen Richtung, zur Bühne, Spiel und Leben, darunter Entwürfe von Lothar Schreyer und Wurfpuppen von Alma Siedhoff-Buscher, zur Freien Kunst der Schüler sowie zum Thema Bauhaus und Politik strukturieren die Ausstellung. Der Audioguide, der ab Februar 2011 in den Sprachen Deutsch und Englisch erhältlich sein wird, stellt einzelne Werke der Ständigen Ausstellung in den Fokus.

 

 

 

 

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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