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Der alltägliche Vandalismus in den Parkanlagen der Klassik Stiftung Weimar

Gerade in den Sommermonaten laden die Parkanlagen der Klassik Stiftung Weimar nicht zuletzt aufgrund ihres guten Pflegezustands zum Verweilen ein. Um dies zu ermöglichen, sind allein im Park an der Ilm ab 7 Uhr morgens acht festangestellte Gärtner mit der regulären Parkpflege beschäftigt. Allzu oft jedoch bleibt hierfür kaum ausreichend Zeit. Grund dafür ist das enorme Zeitpensum (oft acht Stunden am Tag und mehr), das die Gärtner für Reinigungsarbeiten und Müllbeseitigung aufwenden müssen. Denn häufig wird auf Rasen- und Wiesenflächen gelagert, gegrillt, getrunken und mitunter bis spät in die Nacht hinein gefeiert. Ein Parkrundgang am frühen Morgen bringt die Hinterlassenschaften der Nacht auf häufig erschreckende Art und Weise zutage und beschert den Gärtnern jede Menge zusätzliche Arbeit.

Derzeit werden im Ilmtal die Langgraswiesen gemäht; das Gras wird gewendet, getrocknet und gepresst. Der Schäfer verwendet die Heuballen dann als Einstreu und Futter für seine Schafe im Winter. Müll, Scherben und Verunreinigungen im hohen Gras gefährden die Tiere und machen das Futter unbrauchbar. Beim Aufschneiden der Heuballen oder dem Rollen eines solchen Ballens auf die Duxbrücke, wie in der Nacht zum Mittwoch geschehen, handelt es sich nicht mehr um übermütige Streiche, sondern um Sachbeschädigung. Es bereitet bei der derzeitigen wechselhaften Wetterlage schon Mühe genug, das Heu überhaupt zu trocknen. Die Gärtner arbeiten deshalb, wenn nötig, auch nach Feierabend und an den Wochenenden.

Zum normalen Pensum an gärtnerischen Arbeiten in den Sommerwochen gehören außerdem Gießarbeiten, Rasenmahd, Beetpflege, Wegepflege, Säuberungsarbeiten und vieles mehr. Hinzu kommen Arbeiten zur Beseitigung von Sturmschäden, wie sie etwas das Gewitter vom 22.6.2011 erforderte, als schon am folgenden Tag alle Parkwege wieder sicher begehbar sein mussten.

Der gute Pflegezustand der Weimarer Parks und ihr große Anziehungskraft für die Besucher erfordern den täglichen Einsatz vieler fleißiger Hände, die bei Wind und Wetter oftmals schwere Arbeit verrichten müssen.

Abgesehen von der Parkordnung oder Aspekten der Gartendenkmalpflege und des Substanzerhalts ist es auch eine Frage des Respekts gegenüber der Arbeit anderer, diese nicht gedankenlos oder mutwillig zu zerstören.

PARKORDNUNG
Dieser Park ist ein denkmalgeschütztes Gartenkunstwerk.
Es bedarf einer aufwendigen Pflege und besonderen Schonung.
Bitte helfen Sie mit, den Park als Ort der Kultur und
Erholung auch künftigen Generationen zu erhalten.

Alle Wege sind Fußwege. Fahrradfahren ist nur auf den
dafür ausgewiesenen Strecken gestattet.

Das Betreten der Rasen- und Wiesenflächen ist nicht
erlaubt. Spiel- und Liegewiesen sind auf den Orientierungstafeln
gekennzeichnet.

Sportliche Betätigungen dürfen den Anlagen nicht
Schaden und die Erholungssuchenden nicht belästigen.

Hunde sind an der kurzen Leine zu führen.

Das Anbringen von Plakaten ist nicht gestattet.

Das Betreten des Parks bei Dunkelheit, Unwetter,
Schnee- und Eisglätte geschieht auf eigene Gefahr.

Der Präsident

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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