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Der Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Dr. Michael Knoche, erhält den Gutenberg-Preis 2008

Der Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Michael Knoche, erhält den Gutenberg-Preis der Stadt Mainz und der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird traditionell im Rahmen des Mainzer Johannisfestes am Samstag, den 21. Juni 2008, 11 Uhr, im Ratssaal der Stadt Mainz verliehen.

Das Kuratorium würdigt Knoche als einen herausragenden Bibliothekar, der sich sowohl praktisch als auch wissenschaftlich in den zurückliegenden Jahrzehnten für die Bestandserhaltung der Bücher und für das öffentliche Ansehen der Rolle und Bedeutung der Bibliotheken eingesetzt hat. Als besondere Leistung Knoches wird die Bewältigung des tragischen Brandes der Herzogin Anna Amalia Bibliothek am 2. September 2004 genannt.

Michael Knoche wurde 1951 in Werdohl/Westfalen geboren und ist in Düsseldorf zur Schule gegangen. Er studierte von 1971-1978 Germanistik, Philosophie und Theologie an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. Dort wurde er mit einer Arbeit über Volksliteratur promoviert. Ab 1978 absolvierte er eine bibliothekarische Ausbildung an der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe und arbeitete anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bibliothekswissenschaft der Universität zu Köln. Nach Tätigkeiten beim Springer-Verlag in Heidelberg und dem Erich Schmidt-Verlag in Berlin ist er seit 1991 Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

Zu den zahlreichen Veröffentlichungen Michael Knoches gehören zuletzt »Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek nach dem Brand in neuem Glanz« (2007) sowie »Die Bibliothek brennt. Ein Bericht aus Weimar« (2006). Darüber hinaus ist er Herausgeber der »Beiträge zum Buch- und Bibliothekswesen« sowie Mitherausgeber der Zeitschriften »Bibliothek – Forschung und Praxis« und »Bibliothek und Wissenschaft«. Knoche ist Mitglied des Beirats der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, des Kuratoriums der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, des Nationalen Nominierungskomitees für das Weltdokumentenerbe-Programm der UNESCO und weiterer Gremien.

Seit 1968, dem Jahr des 500. Todestages von Johannes Gutenberg, verleiht die Gutenberg-Gesellschaft gemeinsam mit der Stadt Mainz den Gutenberg-Preis für hervorragende technische, künstlerische oder wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiet der Druckkunst. Zunächst erfolgte die Auszeichnung alle drei Jahre, seit 1994 im jährlichen Wechsel mit dem Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig. Die 1900 gegründete Internationale Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e.V. ist eine Vereinigung zur Erforschung der Geschichte und Entwicklung der Drucktechnik und der schriftorientierten Medien. Sie umfasst rund 1500 Mitglieder aus nahezu vierzig Ländern und veröffentlicht seit 1962 das Gutenberg-Jahrbuch, die weltweit führende periodische Fachpublikation für alle Fragen der Druck- und Buchforschung.

Für weitere Informationen steht Ihnen Saskia Helin unter den Telefonnummern 03643 |  545 113 und 0172 |  79 999 59 zur Verfügung.

 

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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