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»Die Mannalese« steht im Mittelpunkt des nächsten Kunstgespräches in der Reihe »Sichtbarer Glaube«

Am kommenden Sonntag, 18. Januar, um 11 Uhr setzen der Kunsthistoriker Dr. Ingo Borges, Klassik Stiftung Weimar, und der Erzpriester der Russisch-Orthodoxen Gemeinde in Weimar Mihail Rahr die Veranstaltungsreihe »Sichtbarer Glaube« fort. Im Mittelpunkt des Kunstgespräches steht die Abbildung der sogenannten »Mannalese« auf einer Majolika aus der Werkstatt des Domenico da Venezia. Luis Javier Londoño begleitet das Gespräch musikalisch auf der Djembe.

»Als sich die Tauschicht gehoben hatte, lag auf dem Wüstenboden etwas Feines, Knuspriges, fein wie Reif, auf der Erde.« – so heißt es im alttestamentarischen Buch Exodus, dass die Flucht der Israeliten aus ägyptischer Gefangenschaft durch die Wüste unter der Führung von Moses schildert. Gott rettet durch das vom Himmel fallende Brot die Israeliten in der Wüste Sin vor dem drohenden Hungertod. Das Sammeln dieses himmlischen Brotes – die »Mannalese« – fand als Bildmotiv immer wieder Eingang in die bildende Kunst. Auch einen Majolika-Teller des späten 16. Jahrhunderts aus den Beständen der Klassik Stiftung ziert die Geschichte der »Mannalese«. Die Stiftung besitzt eine herausragende Kollektion italienischer Majoliken der Renaissance, deren Sammler einerseits Herzogin Anna Amalia und ihr Urenkel Großherzog Carl Alexander und andererseits Johann Wolfgang von Goethe waren.

Unter dem Themenschwerpunkt »Biblische ›Helden‹ in der Kunst« stellen Kunsthistoriker und Theologen noch bis März 2015 in musikalisch umrahmten Kunstgesprächen ausgewählte Exponate zum Teil aus den Depotbeständen der Klassik Stiftung vor. Besucher erfahren dabei epochen- und gattungsübergreifend mehr über die enge Verbindung zwischen biblischen Texten und bildender Kunst.

Veranstaltungsdaten
Das himmlische Brot
Werkstatt des Domenico da Venezia:
»Die Mannalese« (um 1570–1575)
Sonntag, 18. Januar 2015 | 11 Uhr
Stadtschloss Weimar | Burgplatz 4 | 99423 Weimar
Eintritt: Erw. 3 Euro | erm. 1 Euro

Theologe: Mihail Rahr (russ.-orth.)
Kunsthistoriker: Dr. Ingo Borges, Klassik Stiftung Weimar
Musik: Luis Javier Londoño, Djembe

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