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Die Matinée »Sichtbarer Glaube« widmet sich am vierten Advent der »Heimsuchung Mariens«

Am Sonntag, 19. Dezember 2010, 11 Uhr, beschäftigen sich die Kunsthistorikerin Maja Chotiwari und die Theologin Dorothea Knetsch (ev.-luth.) mit einer Aquatinta-Radierung von Stefano Mulinari.

Die christliche Bildkunst ist eine Sprache der Symbole: Die im Bild dargestellten Gegenstände, wie Pflanzen und Tiere, aber auch Farben und Gesten, bedeuten mehr als sich dem Betrachter auf den ersten Blick erschließt. Sie verweisen auf Bibelstellen oder versinnbildlichen Tugenden und Eigenschaften der dargestellten Personen.

Das Thema der Heimsuchung, das zu den sieben Freuden Mariens zählt, wird seit dem 6. Jahrhundert in ausführlicheren Zyklen des Marienlebens und des Lebens Jesu wiedergegeben. Der im Neuen Testament geschilderte Besuch Marias bei Elisabeth, die ebenfalls in freudiger Erwartung eines Kindes ist (Johannes der Täufer), wird auf der Aquatinta-Radierung Stefano Mulinaris mit respektvoll-zärtlicher Berührungsgeste vor Augen geführt. Eine hüpfende Bewegung des Kindes bewirkt, dass Elisabeth Maria als die »Mutter meines Herrn«, als Gottesmutter, erkennt. Die im Lukasevangelium bis dahin parallel und getrennt geführten Erzählungen von Johannes und Jesus werden in dieser Szene auf wundersame Weise miteinander verwoben.

Musikalisch umrahmt wird die Matinée durch Erik Warkenthin auf der Erzlaute.

Veranstaltungsdaten

Vortragsreihe »Sichtbarer Glaube. Zeichen und Wunder – Religiöse Symbole in der Kunst«
»Heimsuchung Mariens« von Stefano Mulinari nach Salimbeni (2. Hälfte 18. Jh.)
Vortrag von Maja Chotiwari und Dorothea Knetsch
Musik: Erik Warkenthin
Sonntag, 19. Dezember | 11 Uhr
Schlossmuseum WeimarBurgplatz 4 | 99423 Weimar
Eintritt: Erw. 3 € | Schüler 1 €

Information

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