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„Die Päpstin Johanna“ wird mit anschließender Lesung vorgestellt

 

Ludwig Achim von Arnims Drama Die Päpstin Johanna wird am Donnerstag, 1. März 2007, um 17.00 Uhr, im Goethe- und Schiller-Archiv der Klassik Stiftung Weimar vorgestellt. Im Rahmen der historisch-kritischen Ausgabe der Werke und Briefwechsel von Arnims wird das Drama erstmals in authentischer Form nach den Handschriften publiziert. Bislang wurde dieses Werk nur in der von Arnims Frau Bettina aus dem Nachlass erarbeiteten Textfassung publiziert.

Einleitend informieren Archivdirektor Dr. Jochen Golz über den Arnim-Nachlass im Goethe-Schiller-Archiv und Prof. Dr. Lothar Ehrlich über die im Max Niemeyer Verlag Tübingen erscheinende Weimarer Arnim-Ausgabe, die von einem internationalen Herausgebergremium verantwortet und von der Klassik Stiftung Weimar betreut wird. Die Einleitung des Abends beschließt Dr. Jürgen Knaack, Vorstandsmitglied der Internationalen Arnim-Gesellschaft, mit einem Bericht zur aktuellen Arbeit der Gesellschaft. Den Hauptvortrag hält der Herausgeber des Päpstin Johanna-Bandes, der Wuppertaler Germanist Dr. Johannes Barth, der über das Werk und seine Edition berichten wird. Zum Abschluss liest der Weimarer Schauspieler Christoph Heckel ausgewählte Passagen des Textes.

Die seit dem 13. Jahrhundert dokumentierte Sage von einer Päpstin Johanna hat von Boccaccio bis zum Bestseller von Donna Woolfolk Cross immer wieder Eingang in die Literatur gefunden. Gemeinsam ist den meisten Bearbeitungen die Kernerzählung über eine junge Frau, Johanna, die als Mann verkleidet am päpstlichen Hof eine Karriere macht, die schließlich in ihrer Krönung zum Papst gipfelt. Ihr wahres Geschlecht bleibt lange Zeit unerkannt. Schließlich verliebt sie sich, wird schwanger und kommt während einer Prozession nieder, wobei Mutter und Kind sterben. Nach heutigem Forschungsstand geht die Sage von der Päpstin Johanna jedoch auf keine historisch belegbare Person zurück. 

Donnerstag, 1. März 2007, 17 Uhr,
im Nordsaal des Goethe-Schiller-Archivs
Der Eintritt ist frei.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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