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Die Röntgenfluoreszenzanalyse in den Geisteswissenschaften – Vortrag präsentiert neue Forschungsergebnisse zu »Faust«-Handschriften im Goethe- und Schiller-Archiv

In einem Vortrag am Mittwoch, 7. Oktober, um 17 Uhr befassen sich Dr. Gerrit Brüning, Frankfurt am Main, und Prof. Dr. Oliver Hahn, Berlin/Hamburg, im Goethe- und Schiller-Archiv mit dem Einsatz materialanalytischer Verfahren im Rahmen philologischer Untersuchungen. Exemplarisch beleuchten sie dabei die Ergebnisse einer Röntgenfluoreszenzanalyse von »Faust«-Handschriften. Ziel der Untersuchung war es, 13 ausgewählte Handschriften aus dem Bestand des Goethe- und Schiller-Archives mit größerer Sicherheit als bisher datieren zu können und damit auch neue Erkenntnisse über die Entstehung von Goethes »Faust« zu gewinnen. Der Eintritt ist frei.

Gerrit Brüning ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik der Universität Frankfurt am Main. Für die Klassik Stiftung Weimar und das Freie Deutsche Hochstift arbeitete er an der historisch-kritischen Edition von Goethes »Faust«. Er lehrte Neuere deutsche Literatur, Computerphilologie und Editionswissenschaft an den Universitäten Würzburg und Wuppertal.

Oliver Hahn leitet den Fachbereich Kunst- und Kulturgutanalyse in der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin. Er ist zugleich Mitarbeiter an der Universität Hamburg im Sonderforschungsbereich 950 »Manuskriptkulturen in Asien, Afrika und Europa« und dort verantwortlich für materialwissenschaftliche Methoden zur Rekonstruktion der Geschichte von Manuskripten.

Der Vortrag findet statt im Rahmen der 22. Jahrestagung der International TUSTEP User Group (ITUG), zu der das Goethe- und Schiller-Archiv vom 7. bis 9. Oktober 2015 einlädt. Die Tagung widmet sich Fragen zum EDV-Einsatz in den Geisteswissenschaften (Digital Humanities), insbesondere im Rahmen von Editionsprojekten. Neben der Präsentation konkreter Projekte werden Lösungsansätze und Standardisierungsfragen diskutiert. Ziel der 1993 in Würzburg gegründeten ITUG ist die Aus- und Weiterbildung von TUSTEP-Anwendern sowie die Förderung des Informationsaustausches innerhalb der TUSTEP-Community.
TUSTEP ist ein Werkzeug zur wissenschaftlichen Bearbeitung von Textdaten, das vor allem in den Geisteswissenschaften benötigt wird. Das Programmsystem wurde am Zentrum für Datenverarbeitung der Universität Tübingen entwickelt. Es ist seit mehr als 30 Jahren im Einsatz und wird ständig weiterentwickelt, seit 2003 auf Initiative der ITUG mit finanzieller Unterstützung durch akademische Kooperationspartner, zu denen auch das Goethe- und Schiller-Archiv gehört. Die regelmäßigen Tagungen der ITUG stehen auch Nichtmitgliedern offen.

Weitere Informationen zur ITUG

Veranstaltungsdaten
Kombination von philologischen und materialanalytischen Verfahren bei der Datierung von Schreibvorgängen – Eine Fallstudie: Ergebnisse der Röntgenfluoreszenzanalyse an »Faust«-Handschriften im Goethe- und Schiller-Archiv
Vortrag von Dr. Gerrit Brüning, Frankfurt am Main, und Prof. Dr. habil. Oliver Hahn, Berlin/Hamburg
Mittwoch, 7. Oktober 2015 | 17 Uhr
Goethe- und Schiller-Archiv | Petersen-Bibliothek
Hans-Wahl-Straße 4 | 99425 Weimar
Der Eintritt ist frei.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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