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Eine große Chance für die inhaltliche Ausrichtung der Stiftung <br> Hellmut Seemann zum Gutachten des Wissenschaftsrates

Hellmut Seemann, Präsident der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen, äußerte sich heute erstmals zu dem am 19. Juli 2004 in Berlin veröffentlichten Gutachten des Wissenschaftsrates. Der Wissenschaftsrat hatte in seiner Stellungnahme zur Stiftung darauf verwiesen, daß eine inhaltliche und organisatorische Neuorientierung der seit dem 1. Januar 2003 mit den Kunstsammlungen zu Weimar fusionierten Stiftung noch nicht erfolgt sei. Er empfiehlt die Einsetzung einer Strukturkommission, die ein Konzept für die organisatorische und inhaltliche Neustrukturierung der Stiftung entwickeln soll. Zugleich soll durch die Einsetzung eines wissenschaftlichen Beirates die kontinuierliche Begleitung, Auswertung und Entwicklung der wissenschaftlichen Arbeit der Stiftung gesichert werden.
Der Präsident dankte dem Wissenschaftsrat für das fundierte Gutachten, das seiner Meinung nach für die Stiftung wichtige Perspektiven und Chancen eröffne. Nachdem im vorigen Jahr von der Stiftungsleitung in Abstimmung mit den Zuwendungsgebern aufgrund der Unterfinanzierung der Stiftung vor allem gravierende Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen im Personalbereich zu realisieren waren, könne sich die Stiftung nun in Abstimmung mit der Strukturkommission auf den notwendigen inhaltlichen Diskurs und auf eine kritische Sichtung der mit der Fusion verabschiedeten Struktur konzentrieren.
Der Präsident zeigte sich erfreut darüber, daß die inhaltliche Neuausrichtung der Siftung auf die Kernaufgaben „Weimarer Klassik“ und „Moderne in Weimar“, die im Februar dieses Jahres vom Direktorium der Stiftung entwickelt worden war, vom Wissenschaftsrat als Diskussionsgrundlage grundsätzlich akzeptiert wird. Die Konzentration auf Klassik und Moderne ist nach Auffassung der Stiftungsleitung die grundlegende Voraussetzung für eine inhaltliche Neuausrichtung der Stiftung. Zugleich stimmte Seemann dem Einwand des Wissenschaftsrates, daß der Bereich „Moderne“ bislang konzeptionell noch nicht überzeugend unterlegt sei, zu. Er sieht es jetzt als vordringliche Aufgabe der Stiftungsleitung an, der Strukturkommission ein überzeugendes Stiftungskonzept, insbesondere für den Museumsbereich, vorzulegen, in dem die Moderne mit der ihrer Bedeutung adäquaten Anteilen vertreten ist.

Der Präsident bestätigte die Einschätzung des Wissenschaftsrates, daß die Direktion Forschung und Bildung in ihrer jetzigen Ausstattung ohne Perspektive ist. Eine 2002 neu errichtete Direktion, die bis heute ohne personelle und ohne Sachmittel dasteht, mache eine Positionierung der SWKK in der wissenschaftlichen community unmöglich. Eine Direktion Forschung und Bildung, die diesen Namen verdiente, existiere bisher nicht und habe auch nie existiert; dies sei im übrigen auch die Einschätzung von Herrn Prof. Dr. Lothar Ehrlich.
Zur Berufung eines wissenschaftlichen Beirates, der entsprechend der Empfehlung des Wissenschaftsrates ergänzend zum Aufsichtsgremium des Stiftungsrates eingerichtet werden soll, äußerte sich der Präsident zustimmend. Alle vergleichbaren großen nationalen Einrichtungen stützten sich in ihrer inhaltlichen Diskussion auf die Empfehlungen eines wissenschaftlichen Beirates. Wichtig sei es allerdings, daß alle Direktionen der Stiftung im wissenschaftlichen Beirat kompetent vertreten seien und daß die Arbeit des Beirates im Stiftungsrat hinreichend Berücksichtigung finde.
Besonders nachhaltig wies der Präsident auf die Notwendigkeit hin, die empfohlene Strukturkommission rasch einzusetzen. Die inhaltliche Neuausrichtung der Stiftung müsse jetzt umgehend auf den Weg gebracht werden, weil nur so sichergestellt werden könne, daß die Empfehlungen der Strukturkommission auch in die Beratungen über das Finanzierungsabkommen der Zuwendungsgeber für den Zeitraum 2007 bis 2011 Eingang finden könnten.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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